Pressemitteilungen 2019

Forschende der University of North Carolina at Chapel Hill und des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte verglichen 2.474 Sprachen und fanden heraus, dass die Bedeutung von Emotionen durch kulturelle und biologische Evolution geprägt wurde.

Die Forschung hat nun ein genaueres Bild von den Auswirkungen der ersten Pestpandemie, der Justinianischen Pest, deren Folgen möglicherweise überschätzt wurden.

Neue archäologische Analysen stellen langjährige Hypothesen über Perlen aus Straußeneierschalen und die Verbreitung des Pastoralismus in Afrika in Frage

Der Häuptling der Wanniyalaeto, eine indigene Gruppe aus Sri Lanka, Wanniya Uruwarige und der Stammesälteste Heenbanda Uruwarige nahmen in Edinburgh an der Zeremonie zur Rückführung der Überreste ihrer Vorfahren teil, um diese anschließend in Sri Lanka zu beerdigen.

Untersuchungen von Eisflächen in der nördlichen Mongolei liefern erste archäologische Einblicke aus der Region und bringen empfindliche organische Gegenstände ans Licht

Menschen können Gesichtsausdrücke von Hunden unterschiedlich gut deuten. Diese Fähigkeit ist abhängig von ihrem Alter und ihrer Lebenserfahrung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie eines Forschungsteams aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich.

Archäogenetische Analysen ermöglichen neue Einblicke in soziale Ungleichheit vor 4000 Jahren: Wohlhabende Familien lebten mit zugezogenen Frauen und sozial niedriger gestellten Personen im selben Haushalt zusammen.

Eine neue Studie berichtet über die bislang ältesten Mikrolithe (Steinwerkzeuge kleiner als 40 mm) in Südasien und weltweit in einem Regenwald. Sie wurden zusammen mit den Überresten von Baumaffen, anderen Kleinsäugern und tropischen Pflanzen in der Fa Hien Höhle auf Sri Lanka gefunden.

Die Analyse von 34 Pestgenomen aus der Zeit des Schwarzen Todes und nachfolgender Epidemien zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert in Europa zeigt, wie sich das Bakterium nach einem einzigen Eintrag nach Europa diversifizierte.

Eine Art, viele Ursprünge

23. September 2019

Der moderne Mensch hat sich in Afrika entwickelt, und wir wissen heute, dass Menschengruppen aus dem ganzen Kontinent an diesem Prozess beteiligt waren. Deshalb ist es an der Zeit, die Debatte, woher in Afrika der Mensch "wirklich" kommt, zu beenden.

In einer aktuellen Studie analysierte ein internationales Forscherteam Fischknochen, die von der frühneolithischen archäologischen Stätte Jiahu in der heutigen chinesischen Provinz Henan stammen. Durch den Vergleich mit Untersuchungsergebnissen aus heutigen Aquakulturen gelang es dem Team zu zeigen, dass in Jiahu bereits vor rund 800 Jahren eine Karpfen-Aquakultur betrieben wurde.

Die Analyse versteinerter Zahnbeläge von Opfern der Hungersnot zeigt, dass Mais, Hafer, Kartoffeln, Weizen und Milchprodukte zu ihren Nahrungsmitteln zählten. (Weitere Informationen in englischer Sprache.)

Die begehrten Forschungsstipendien ermöglichen den Wissenschaftlern die Finanzierung von Forschungsgruppen zu ihren Projekten "PANTROPOCENE: Finding a Pre-industrial, Pan-tropical 'Anthropocene", "MICROSCOPE:" Zooming into the Population History of Iron Age Europe with Rare Genetic Variants " und "FEDD: Fruits of Eurasia: Domestication and Dispersal".

Menschliche Aktivitäten führten bereits vor 3.000 bis 4.000 Jahren und damit viel früher als bislang angenommen, zu erheblichen Umweltveränderungen. (Weitere Informationen in englischer Sprache)

Der Roopkund-See im indischen Himalaya-Gebirge galt bislang als Schauplatz einer einzigen Katastrophe mit Hunderten von Toten. Die erste vollständige Analyse alter Genome in Indien zeigt aber, dass dort Menschen unterschiedlicher genetischer und kultureller Gruppierungen im Abstand von rund 1000 Jahren starben.

Eine neue Studie untersucht die genetischen Wurzeln von 26 Bevölkerungsgruppen aus verschiedenen Regionen und Kulturen Westsüdamerikas und Mexikos und offenbart so Verbindungen zwischen Sprechern derselben Sprache und neue Spuren genetischer Vielfalt innerhalb Amazoniens.

Alle Pflanzen auf unserem Küchentisch haben eine lange und mysteriöse Geschichte. Bei vielen von ihnen kann man ihre Vorfahren bis zur altertümlichen Seidenstraße zurückverfolgen. Neue archäobotanische Erkenntnisse zeigen, wie der Prozess der Domestikation und Verbreitung dieser Pflanzen erfolgte. Dies wird in Dr. Spenglers neuem Buch dargestellt.

Riesige Herden großer Säugetiere, wie z.B. Bisons, verbreiteten einst die Samen der Vorfahren heutiger kleinsamiger Nutzpflanzenund schufen so dichte, leicht abzuerntende Pflanzenbestände, welche die Menschen zur Kultivierung dieser Arten anregten.

Die Analyse alter Genome deutet darauf hin, dass die Philister von Menschen abstammten, die über das Mittelmeer migrierten und zu Beginn der Eisenzeit die Ufer der  östlichen Mittelmeer-Küste erreichten.

Belege für frühen Marihuana-Gebrauch im westchinesischen Pamir-Gebirge

An der Arabischen Küste haben Forschern entdeckt, dass Erosion durch Meeresspiegelschwankungen auch vor größeren Fundstellen nicht Halt macht. Dies betrifft vor allem Muschelhaufen, deren Bedeutung in früheren Studien über menschliche Ernährung unterschätzt wurde.

Die Stärkung politischer Netzwerke ging mit der Intensivierung des Ackerbaus einher und führte zur weiten Verbreitung von Hirse als Nahrungsmittel bei Bevölkerungsgruppen in ganz Eurasien.

Alte DNA beleuchtet die Migration arktischer Jäger und Sammler nach Nordamerika vor etwa 5000 Jahren und ihren genetischen Einfluss auf die nordamerikanisch-indigene Bevölkerung

Die Analyse von acht neu rekonstruierten Pestgenomen der ersten historisch überlieferten Pestpandemie offenbart eine bisher unbekannte Diversität und erbringt erstmals den genetischen Nachweis der Justinianischen Pest auf den Britischen Inseln.

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass ein feuchteres Klima Homo sapiens es ermöglicht haben könnte, vor 50-30.000 Jahren die Wüsten Zentralasiens zu durchqueren.

Wilde Äpfel entwickelten sich ursprünglich, um große Säugetiere anzulocken und darüber ihren Samen zu verbreiten. In jüngerer Zeit verbreiteten Händler die Bäume zusammen mit anderen Nutzpflanzen entlang der Seidenstraße; dies führte zu ihrer Domestikation.

Eine phylogenetische Analyse der sinotibetischen Sprachfamilie, zu der Sprachen wie Chinesisch, Tibetisch und Burmesisch gehören, deutet darauf hin, dass sie vor etwa 7.200 Jahren in Nordchina entstanden ist und mit frühen neolithischen Kulturen wie der späten Cishan- und der frühen Yangshao-Kultur verbunden war.

Die Gesamtschau von Ergebnissen aus Genetik, Archäologie, Geschichte und Sprachwissenschaft liefert neue Details zur Geschichte Inner-Eurasiens – einst eine kulturelle und genetische Brücke zwischen Europa und Asien

Eine neue Studie zeigt, dass die Jahresringe tropischer Bäume eine lebende Aufzeichnung menschlicher Aktivitäten der vergangenen Jahrhunderte im Amazonasgebiet darstellen.

Die ersten Bauern aus Anatolien, die die Landwirtschaft nach Europa brachten und einen großen genetischen Beitrag zu den heutigen Europäer leisteten, stammen direkt von lokalen Jägern und Sammlern ab, die eine landwirtschaftliche Lebensweise annahmen.

Zwei Studien, eine über iberische Jäger und Sammler zwischen 13.000 und 6.000 Jahren und eine andere über iberische Populationen in den letzten 8.000 Jahren, fügen unserem Verständnis der Geschichte und Vorgeschichte der Region neue Erkenntnisse hinzu.

Ernährungsbedingte Gebissveränderungen führten in verschiedenen Sprachen der Welt zu neuen Lauten wie dem «f». Dies zeigt die Studie eines internationalen Forschungsteams unter der Leitung der Universität Zürich. Die Resultate widersprechen der traditionellen Annahme, dass das Spektrum an Sprachlauten in der Menschheitsgeschichte unverändert blieb.

Das Forschungsteam nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der Ökologie und archäologische Methoden kombiniert, um das Verhalten von Seeottern zu untersuchen.

Verfeinerte Techniken zur 2D-Analyse von Wachstumsringen erlauben nun Zugriff auf bisher verborgene Daten des Klimawandel des Meeres. Paläo-ökologische Reaktionen auf diese Veränderungen können erklären, was in Zukunft vom Klimawandel zu erwarten ist.

Eine neue Studie liefert erstmals direkte Belege für die Jagd auf Baumaffen und andere Kleinsäuger durch den Homo sapiens vor 45.000 Jahren im Regenwald von Sri Lanka.

Paläogenetische Untersuchungen bezeugen die komplexe Interaktion von Bevölkerungs-gruppen der eurasischen Steppe und der vorderasiatischen Bergländer in der Bronzezeit

Mehr als 150 neue Datierungen liefern erstmals eine robuste Chronologie der Denisova-Höhle, dem einzigen bekannten Ort weltweit der zu verschiedenen Menschen von Denisova-Mensch, Neandertaler und modernem Mensch besiedelt war.

Neue Studie vergleicht die regionalen Anpassungen des Homo sapiens und anderer Arten von Homininen, um das Argument zu untermauern, dass unsere Art ökologisch einzigartig ist.

Neues Buch beschreibt Nutzung und Besiedlung der Tropenwälder seit der Vorgeschichte

Lapislazuli im Zahnstein einer mittelalterlichen Frau deutet darauf hin, dass sie eine versierte Illustratorin von Manuskripten war.

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