Neueste Trends in der archäogenetischen Erforschung Westeurasiens

Iñigo Olalde und Cosimo Posth geben einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der archäogenetischen Forschung zu Europa und dem Nahen Osten

30. Juni 2020
Histogramm, das die zeitliche Verteilung von 2604 antiken Individuen mit genomweiten Daten zeigt, die bis Mitte Mai 2020 aus Europa (bis zum Ural) und dem Nahen Osten (bis zum Iran) veröffentlicht wurden.

Artikel-Abstract: In den letzten zehn Jahren hat die archäogenetische Forschung exponentiell zugenommen, um die genetische Geschichte menschlicher Populationen zu untersuchen. Hierfür werden die genomweiten Daten einer großen Anzahl von Individuen genutzt, die vor Zehntausenden von Jahren gelebt haben. Weltweit sind Europa und der Nahe Osten die Regionen, für die mit über 2500 veröffentlichten Genomen die weitaus meisten archäogenetischen Daten vorliegen. In diesem Überblick konzentrieren wir uns auf archäologische Kontexte, die in der Literatur bislang weniger Beachtung gefunden haben, insbesondere auf solche, die mit westeurasischen Jäger-Sammlern sowie mit Populationen aus der Eisenzeit und späteren historischen Perioden in Verbindung gebracht werden. Zudem heben wir die aktuelle Verschiebung von kontinentweiten hin zu regionalen und sogar ortsspezifischen Studien hervor, welche zunehmend neue Einsichten in soziokulturelle Aspekte vergangener Gesellschaften liefern.

Unter dem folgenden Link, können Sie die Studie bis zum 17. August 2020 kostenlos abrufen und herunterladen: https://authors.elsevier.com/a/1bJQb,LqAZNV2n

Zur Redakteursansicht