Susanna Sabin erhält Dieter-Rampacher-Preis 2019  

3. April 2020

Für ihre hervorragende Dissertation Einblicke in die mikrobielle Evolution und Ökologie durch die genetische Analyse unterschiedlicher archäologischer Materialien* wird Dr. Susanna Sabin (25) mit dem Dieter-Rampacher-Preis 2019 der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. Susanna war von 2016 bis 2019 Doktorandin in der Abteilung für Archäogenetik am Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte. Seit Dezember 2019 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Evolution und Medizin an der Arizona State University.

Sabin conducting lab work. The MPI-SHH has state-of-the-art clean room facilities for work on ancient samples.

In ihren Arbeiten analysiert Susanna das Erbgut von Mikroorganismen, welches aus unterschiedlichen archäologischen Materialien gewonnen wurde. Dazu zählen beispielsweise das Genom eines Tuberkulose-Bakteriums aus einem verkalkten Lungenknoten aus dem 17. Jahrhundert und die Untersuchung von Sedimentproben aus mittelalterlichen Latrinen auf bestimmte Parasiten und andere Mikroorganismen. Eine weitere Studie vergleicht umfassend die DNA-Erhaltung in Zahnstein mit der DNA-Erhaltung im Zahnbein des jeweils selben Zahns und bestätigt Zahnstein als eine hervorragende Konservierungsumgebung für DNA über verschiedene Kontinente, Zeiträume und Individuen hinweg. Insgesamt tragen Susannas paläomikrobiologische Studien zu einer Forschung bei, die detailierte Aussagen über die menschliche Ernährung und Gesundheit in der Vergangenheit und im Zeitverlauf zulässt, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren.

Der Dieter-Rampacher-Preis

Seit 1984 zeichnet die Max-Planck-Gesellschaft alljährlich ihren jüngsten Doktoranden oder ihre jüngste Doktorandin - meist im Alter zwischen 25 und 27 Jahren - für seinen oder ihren hervorragenden Promotionsabschluss mit dem Dieter-Rampacher-Preis aus. Weitere Informationen und eine Liste der bisherigen Preisträger/-innen sind verfügbar unter: https://www.mpg.de/preise/dieter-rampacher-preis

(*Englischer Orginaltitel der Arbeit: Insights into microbial evolution and ecology from genetic analysis of diverse archaeological materials)

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