Publikation

Roberts, P.: Tropical forests in prehistory, history, and modernity. Oxford Univ. Press, Oxford (2019), 368 S.

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Eine ausführliche Buchbesprechung in englischer Sprache finden Sie hier: New book ‘Tropical Forests in Prehistory, History, and Modernity’ reveals long-term human use and habitation of critically endangered habitats

Einen Beitrag zu diesem Thema finden Sie auch im Jahrbuch der Max-Planck-Gesellschaft: Menschen verändern seit mindestens 45.000 Jahren die Tropenwälder

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Patrick Roberts
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"Tropical Forests in Prehistory, History, and Modernity"

Neues Buch beschreibt Nutzung und Besiedlung der Tropenwälder seit der Vorgeschichte

17. Januar 2019

Ein neues Buch von Dr. Patrick Roberts, Forschungsgruppenleiter in der Abteilung Archäologie am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena, gibt erstmals einen globalen Überblick über die Nutzung und Besiedlung der Tropenwälder durch die Spezies "Homo" seit der Vorgeschichte. Das Buch, das am 17. Januar bei Oxford University Press erschienen ist, wendet sich an Studierende und Fachleute aus den Bereichen Archäologie, Anthropologie, Geschichte und Ökologie und spannt den Bogen von der Entstehung verschiedener Arten von Urmenschen (Hominien) auf dem afrikanischen Kontinent bis hin zu den Naturschutzbemühungen der Gegenwart.
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In der öffentlichen Diskussion werden Tropenwälder oftmals mit "Natur" und "Wildnis" gleichgesetzt oder als Schlachtfelder zwischen ursprünglichen pflanzlichen, tierischen und menschlichen Gemeinschaften sowie den unerbittlichen Mächten der Industrie und des modernen Städtebaus gesehen. Den meisten Menschen und vielen Fachleuten ist nicht bewusst, in welchem Maße eine Anpassung des Menschen an - und umgekehrt eine Veränderung dieser Wälder durch den Menschen - stattgefunden hat. Das Buch von Patrick Roberts basiert auf seinen Forschungsarbeiten in den Tropen Asiens, Afrikas und Amerikas und zeigt auf einer Reise durch die Jahrtausende, wie diese Lebensräume von unserer Art seit den frühesten Phasen unserer Evolution besiedelt und verändert wurden.

So entstanden raffinierte landwirtschaftliche Strategien und ausgedehnte urbane Netzwerke in tropischen Wäldern lange vor der Ankunft der europäischen Kolonialmächte und der späteren Industrialisierung. Dies, so Roberts, sollte jedoch nicht als Rechtfertigung für die massive Bedrohung der tropischen Waldökosysteme im 21. Jahrhundert angesehen werden. Vielmehr sollte eine solche langfristige Betrachtung die aktuellen Forderungen nach Nachhaltigkeit unterstützen und dazu beitragen, die Voraussetzungen für stärker integrierte Ansätze in Politik und Umweltschutz zu schaffen, um das jahrtausendealte kulturelle und ökologische Erbe dieser Lebensräume zu bewahren.

Weitere Informationen

Eine ausführliche Buchbesprechung in englischer Sprache finden Sie hier: New book ‘Tropical Forests in Prehistory, History, and Modernity’ reveals long-term human use and habitation of critically endangered habitats

Einen Beitrag zu diesem Thema finden Sie auch im Jahrbuch der Max-Planck-Gesellschaft: Menschen verändern seit mindestens 45.000 Jahren die Tropenwälder

 
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