Neue Klima-und Umweltaufzeichnungen für Sri Lanka

Neue Daten von Seen bilden die Veränderungen des Indischen Monsuns ab und zeigen wechselnde Niederschläge über 3,000 Jahre hinweg

24. März 2020
Die Lage Sri Lankas im Pfad der Inter-Tropischen Konvergenzzone (ITCZ) (oben links), die Südwest- und Nordost-Monsun-Pfade und Klimazonen in Sri Lanka (rechts) und der Probenahmeort im Bolgoda-See (unten links).

Immer häufiger verursachen Veränderungen in der Zirkulation des saisonalen Indischen Monsuns über Südasien katastrophale Überschwemmungen und Dürren in einem der am dichtesten besiedelsten Teile der Erde. Bisherige Aufzeichnungen solcher Veränderungen sind nun entscheidend, um das Verhalten des Monsuns und seine Auswirkungen auf die örtliche Umgebung besser vorhersagen zu können. Die notwendigen Aufzeichnungen fehlen jedoch, insbesondere für Sri Lanka, wo natürliche Seen, die sich schon oft als gute Archive für Veränderungen von Regenfällen und Niederschlägen erwiesen haben, knapp sind.

In einer neuen Studie, veröffentlicht im Journal of Quaternary Science, präsentiert ein interdisziplinäres und internationales Team, darunter auch Forschende der Abteilung für Archäologie des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte neue, gut datierte Seeaufzeichnungen, welche nahe der Stadt Colombo aufgenommen worden. Pollen-und Biomarkeranalyse zeigten Fluktuationen des Niederschlags innerhalb der letzten 3,000 Jahre in der Region. Das Team argumentiert, dass Veränderungen des Regenfalls einen großen Einfluss auf die Verteilung des Städtebaus in der Region gehabt haben könnten. Darüber hinaus liefern sie wichtige Einblicke in die Auswirkungen des Indischen Monsuns im Zentrum seines gegenwärtigen Wirkungsgebietes.

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