Forschungsgruppenleiterin

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Dr. habil. Martine Robbeets
Gruppenleiterin Eurasia3angle
Telefon:+49 3641 686-750

Persönliche Webseite (in englischer Sprache)

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Choongwon Jeong, PhD
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon:+49 3641 686-611
E-Mail:jeon@...

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Tao Li, Ph.D.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon:+49 3641 686-751
E-Mail:li@...

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Dr. Alexander Savelyev
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon:+49 3641 686-753

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Chuan-Chao Wang, Ph.D.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon:+49 3641 686-648
E-Mail:wang@...

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Nataliia Neshcheret
Doktorandin
Telefon:+49 3641 686-752

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Eurasia3angle ist eine neue Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte. Leiterin der Forschungsgruppe ist Martine Robbeets. Gefördert durch ein „Consolidator Grant“ des Europäischen Forschungsrates wird die Gruppe unter dem Motto „Hirse und Bohnen, Sprache und Gene“ zur Herkunft und Verbreitung der Transeurasischen Sprachen forschen.

Hauptziele

Die Frage nach dem Ursprung und der Ausbreitung der Transeurasischen Sprachen ist eines der meist diskutierten Themen in der Geschichte der Linguistik. Die Eurasia3angle-Gruppe wird sich dieser Frage aus einer interdisziplinären Perspektive widmen. Unser Hauptziel ist es, linguistische, archäologische und genetische Belege zu einem gemeinsamen Ansatz zusammen zu führen, für den wir den Begriff „Triangulation“ verwenden.

Transeurasisch

Der Begriff “Transeurasisch” bezieht sich auf eine große Gruppe geografisch benachbarter Sprachen. Ihr Verbreitungsraum reicht vom Pazifik im Osten bis zu Mittelmeer und Ostsee im Westen und umfasst fünf Sprachfamilien: Japanisch, Koreanisch, Tungusisch, Mongolisch sowie die Turksprachen.

Die meisten Sprachforscher/-innen stimmen darin überein, dass diese Sprachen historisch verwandt sind. Über die genaue Art der Verwandtschaft besteht jedoch Uneinigkeit: entstanden alle Ähnlichkeiten durch Entlehnung oder beruht ein Teil von ihnen auf Vererbung?

Neu auftretende Fragen

In ihren früheren Arbeiten argumentierte Robbeets, dass es - trotz einer massiven Entlehnung zwischen den transeurasischen Sprachen - möglich ist, Transeurasisch als eigene genealogische Gruppe zu klassifizieren, wie es im folgenden Stammbaum dargestellt ist.

Durch diese Klassifizierung werden neue Fragen aufgeworfen: Wer hat dieses Proto-Transeurasisch gesprochen? Wo und wann haben diese Menschen ursprünglich gelebt? Wann hat sich diese Ursprache in ihre Hauptzweige geteilt? Wodurch wurde diese Aufspaltung ausgelöst? In welche Richtung sind diese Abspaltungen gewandert? Wann und wie haben die Sprachen ihr gegenwärtiges Gebiet erreicht?

Landwirtschaft und Sprache?

In der Eurasia3angle-Gruppe werden wir diese Fragen untersuchen, indem wir die „Farming/Language Dispersal Hypothesis“ auf die Transeurasischen Sprachen testen. Diese Hypothese nimmt an, dass viele der Hauptsprachfamilien der Welt ihre Verbreitung der Einführung der Landwirtschaft verdanken. Indem sie Landwirte wurden, wuchsen diese Bevölkerungsgruppen zahlenmäßig. Sie besiedelten größere Gebiete und verdrängten die dort zuvor lebenden Jäger und Sammler und ihre Sprachen. Die spezifische Interpretation dieser Hypothese, die wir testen wollen, lautet: Das Ursprungsland des Transeurasischen korreliert mit der Xinglongwa-Kultur der frühen Jungsteinzeit in der südlichen Mandschurei im sechsten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung.

 
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