Projekte

Auf dieser Seite finden Sie eine Kurzvorstellung der Projekte der Abteilung Archäologie. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie auf unserer englischsprachigen Webseite.
Das späte erste Jahrtausend v. Chr. gilt als die Zeit, in der in Zentralasien zum ersten Mal hoch spezialisierte Nomaden in Erscheinung traten: die reitenden Krieger der Skythen. Allerdings gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass die Region des östlichen Zentralasiens in dieser Periode tatsächlich schon eine vermehrte Sesshaftwerdung und Intensivierung der Landwirtschaft erlebte. Im Zusammenhang mit diesem Prozess untersuchen wir die Zusammenhänge zwischen der Intensivierung der Landwirtschaft und zunehmendem Austausch, Bevölkerungswachstum, handwerklicher Spezialisierung sowie die Entwicklung einer elitären Klasse. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Intensivierung, Austausch und Komplexität des Landbaus im alten Eurasien

Das späte erste Jahrtausend v. Chr. gilt als die Zeit, in der in Zentralasien zum ersten Mal hoch spezialisierte Nomaden in Erscheinung traten: die reitenden Krieger der Skythen. Allerdings gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass die Region des östlichen Zentralasiens in dieser Periode tatsächlich schon eine vermehrte Sesshaftwerdung und Intensivierung der Landwirtschaft erlebte. Im Zusammenhang mit diesem Prozess untersuchen wir die Zusammenhänge zwischen der Intensivierung der Landwirtschaft und zunehmendem Austausch, Bevölkerungswachstum, handwerklicher Spezialisierung sowie die Entwicklung einer elitären Klasse. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Die Landschaft Zentralasiens mag ‘wild’ und ungezähmt erscheinen. Tatsächlich ist sie aber das direkte Ergebnis von Tausenden Jahren menschlicher Besiedlung. Menschen haben das Land für Ackerbau und Viehwirtschaft genutzt und das Holz der Wälder als Brenn- und Bauholz verwendet. Dadurch haben sie letztendlich die Ökosysteme umgestaltet. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Anthropogene Landschaften der Seidenstraße

Die Landschaft Zentralasiens mag ‘wild’ und ungezähmt erscheinen. Tatsächlich ist sie aber das direkte Ergebnis von Tausenden Jahren menschlicher Besiedlung. Menschen haben das Land für Ackerbau und Viehwirtschaft genutzt und das Holz der Wälder als Brenn- und Bauholz verwendet. Dadurch haben sie letztendlich die Ökosysteme umgestaltet. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Aus den archäologischen Funden von der Insel Pemba (Sansibar) lässt sich immer noch viel Neues erfahren – beispielsweise, wann die ersten Menschen dort ankamen und wie sie Geomorphologie, Flora und Fauna der Insel beeinflusst haben. Jüngste Ausgrabungen in der Makangale-Höhle haben Zeugnisse einer langen archäologischen und paläontologischen Geschichte zu Tage gefördert und werden zu neuen Erkenntnissen über die dynamischen Interaktionen zwischen vergangenen Völkern und ihrer Umwelt beitragen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Archäologische und paläoökologische Untersuchungen der Makangale-Höhle

Aus den archäologischen Funden von der Insel Pemba (Sansibar) lässt sich immer noch viel Neues erfahren – beispielsweise, wann die ersten Menschen dort ankamen und wie sie Geomorphologie, Flora und Fauna der Insel beeinflusst haben. Jüngste Ausgrabungen in der Makangale-Höhle haben Zeugnisse einer langen archäologischen und paläontologischen Geschichte zu Tage gefördert und werden zu neuen Erkenntnissen über die dynamischen Interaktionen zwischen vergangenen Völkern und ihrer Umwelt beitragen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Archäologische Funde konnten bislang das Aufkommen und die Verbreitung mehrerer wichtiger pflanzlicher Grundnahrungsmittel Afrikas nicht erklären. Alternative Methoden, insbesondere die Analyse mikrobotanischer Überreste, bieten jetzt einen Weg, die rätselhafte Geschichte der Nahrungsmittel in Afrika zu erforschen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Biologischer Austausch, Ernährung und Gesundheit in Afrikas prähistorischer Zeit

Archäologische Funde konnten bislang das Aufkommen und die Verbreitung mehrerer wichtiger pflanzlicher Grundnahrungsmittel Afrikas nicht erklären. Alternative Methoden, insbesondere die Analyse mikrobotanischer Überreste, bieten jetzt einen Weg, die rätselhafte Geschichte der Nahrungsmittel in Afrika zu erforschen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Wann, wie und von wem wurden die Komoren kolonisiert? Im Rahmen dieses Projektes werden die Ursprünge und Lebensweisen der ersten Siedler auf der Inselgruppe der Komoren untersucht, die lange Zeit ein fester Bestandteil der Handelssysteme des Indischen Ozeans war und eine Rolle bei der nach wie vor rätselhaften Kolonialisierung Madagaskars gespielt haben könnte. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Archäologie der Komoren: Erforschung der Siedlungsgeschichte und der Entstehung von Handelsbeziehungen

Wann, wie und von wem wurden die Komoren kolonisiert? Im Rahmen dieses Projektes werden die Ursprünge und Lebensweisen der ersten Siedler auf der Inselgruppe der Komoren untersucht, die lange Zeit ein fester Bestandteil der Handelssysteme des Indischen Ozeans war und eine Rolle bei der nach wie vor rätselhaften Kolonialisierung Madagaskars gespielt haben könnte. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Dieses Projekt wendet einen neuartigen Multi-Proxy-Ansatz an, der Methoden wie die Analyse stabiler Isotope, alter DNA und alter Proteine sowie von Zahnstein aus menschlichen Überresten verbindet, um Veränderungen in Ernährungsweise, Demographie und Ökologie in Südasien über die großen kulturellen Übergänge hinweg zu erhellen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Die biomolekulare Vorgeschichte Südasiens

Dieses Projekt wendet einen neuartigen Multi-Proxy-Ansatz an, der Methoden wie die Analyse stabiler Isotope, alter DNA und alter Proteine sowie von Zahnstein aus menschlichen Überresten verbindet, um Veränderungen in Ernährungsweise, Demographie und Ökologie in Südasien über die großen kulturellen Übergänge hinweg zu erhellen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Die archäologischen Befunde Südafrikas zählen zu den umfangreichsten und am besten erforschten Zeugnissen vergangener menschlicher Lebenshaltungen sowie technischer und kultureller Verhaltensweisen. In diesem Projekt untersuchen wir, welche Rolle das Klima und die Umwelt in Bezug auf menschliche Anpassungen und Innovationen der Menschen in diesem Teil der Welt gespielt haben. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Klima und Kultur in Südafrika

Die archäologischen Befunde Südafrikas zählen zu den umfangreichsten und am besten erforschten Zeugnissen vergangener menschlicher Lebenshaltungen sowie technischer und kultureller Verhaltensweisen. In diesem Projekt untersuchen wir, welche Rolle das Klima und die Umwelt in Bezug auf menschliche Anpassungen und Innovationen der Menschen in diesem Teil der Welt gespielt haben. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Was kann uns das Studium der Überreste kommensaler Tiere (Tiere, die dem Menschen folgen, da sie von seiner Nahrung profitieren) über menschliche Aktivitäten in der Vergangenheit und darüber verraten, wie Inselgesellschaften ihre Umwelt einst geformt haben — und von ihr geformt wurden? Die Analyse stabiler Isotope der Fauna-Zusammensetzung kann neue Untersuchungsrichtungen für landschaftliche Umformungen, das Aussterben von Arten und die Mensch-Ökosystem-Dynamik eröffnen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Kommensale Tiere bieten Einblick in die langfristige Dynamik von sozioökologischen Inselsystemen

Was kann uns das Studium der Überreste kommensaler Tiere (Tiere, die dem Menschen folgen, da sie von seiner Nahrung profitieren) über menschliche Aktivitäten in der Vergangenheit und darüber verraten, wie Inselgesellschaften ihre Umwelt einst geformt haben — und von ihr geformt wurden? Die Analyse stabiler Isotope der Fauna-Zusammensetzung kann neue Untersuchungsrichtungen für landschaftliche Umformungen, das Aussterben von Arten und die Mensch-Ökosystem-Dynamik eröffnen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Die Inselgruppe der Komoren spielte lange Zeit eine Schlüsselrolle für die Kultur und Wirtschaft der Regionen rund um den Indischen Ozean. Die facettenreiche Geschichte des Handels und des Austauschs spiegelt sich im genetischen Erbe der Bevölkerung der Inseln wider. Dieses Projekt nutzt genetische Daten zeitgenössischer Inselpopulationen zur Rekonstruktion der jüngeren Vergangenheit der Inseln und versucht so, die Verbindungen des Archipels zu den nahe gelegenen Regionen Afrikas sowie entfernten Teilen Asiens und der arabischen Welt besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Das Komoren-Genomprojekt

Die Inselgruppe der Komoren spielte lange Zeit eine Schlüsselrolle für die Kultur und Wirtschaft der Regionen rund um den Indischen Ozean. Die facettenreiche Geschichte des Handels und des Austauschs spiegelt sich im genetischen Erbe der Bevölkerung der Inseln wider. Dieses Projekt nutzt genetische Daten zeitgenössischer Inselpopulationen zur Rekonstruktion der jüngeren Vergangenheit der Inseln und versucht so, die Verbindungen des Archipels zu den nahe gelegenen Regionen Afrikas sowie entfernten Teilen Asiens und der arabischen Welt besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Milch ist ein Nahrungsmittel von besonderer globaler Bedeutung. Diese Forschungskooperation verfolgt einen multidisziplinären und Multi-Proxy-Ansatz, um das Aufkommen, den Wandel und die Verbreitung von Milchprodukten zu rekonstruieren und die Weiterentwicklung von Praktiken der Milcherzeugung und der Evolution der Laktasepersistenz (Milchverträglichkeit) zu erforschen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]  Informationen zu den einzelnen Unterprojekten sind auf folgenden Seiten zu finden:

Projekt: Ursprünge der Milcherzeugung im alten Afrika
Projekt: Ursprünge der Milcherzeugung im alten Asien
Projekt: Ursprünge der Milcherzeugung im alten Europa

Milcherzeugnisse und adaptive Evolution der Ernährung in der Vorgeschichte

Milch ist ein Nahrungsmittel von besonderer globaler Bedeutung. Diese Forschungskooperation verfolgt einen multidisziplinären und Multi-Proxy-Ansatz, um das Aufkommen, den Wandel und die Verbreitung von Milchprodukten zu rekonstruieren und die Weiterentwicklung von Praktiken der Milcherzeugung und der Evolution der Laktasepersistenz (Milchverträglichkeit) zu erforschen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Informationen zu den einzelnen Unterprojekten sind auf folgenden Seiten zu finden:

Eine Erhöhung der Nahrungsmittelressourcen mit hohem Pflanzenverbrauch ist charakteristisch für das Mesolithikum. Allerdings ist bisher wenig darüber bekannt, wann dieses Muster entstanden ist. Das Projekt will mit Hilfe multidisziplinärer Techniken herausfinden, ob die Entstehung dieses Verhaltens auf der iberischen Halbinsel mit der dramatischen Klimaerwärmung im späten Pleistozän zusammenhängt. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Ernährungsweise und menschliche Anpassung an die Ausdehnung der Wälder im frühen Holozän

Eine Erhöhung der Nahrungsmittelressourcen mit hohem Pflanzenverbrauch ist charakteristisch für das Mesolithikum. Allerdings ist bisher wenig darüber bekannt, wann dieses Muster entstanden ist. Das Projekt will mit Hilfe multidisziplinärer Techniken herausfinden, ob die Entstehung dieses Verhaltens auf der iberischen Halbinsel mit der dramatischen Klimaerwärmung im späten Pleistozän zusammenhängt. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Geschichtsforschung und Archäologie haben Zentralasien als Region der Viehhirten bezeichnet und dies damit begründet, dass die Region in der Vorgeschichte von einer ‘nomadischen’ Wirtschaft dominiert wurde. Mit dem verstärkten Aufkommen von archäobotanischen Methoden wird in den letzten Jahren zunehmend deutlich, dass in Zentralasien früher eher eine Mischung aus Agrar- und Hirtenkultur vorgeherrscht haben muss. Bis zum zweiten Jahrtausend v. Chr. hatte sich über den Großteil der zentralasiatischen Gebirgsausläufer eine ganze Reihe verschiedener Feldfrüchte ausgebreitet. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Frühe Bauern in Zentralasien

Geschichtsforschung und Archäologie haben Zentralasien als Region der Viehhirten bezeichnet und dies damit begründet, dass die Region in der Vorgeschichte von einer ‘nomadischen’ Wirtschaft dominiert wurde. Mit dem verstärkten Aufkommen von archäobotanischen Methoden wird in den letzten Jahren zunehmend deutlich, dass in Zentralasien früher eher eine Mischung aus Agrar- und Hirtenkultur vorgeherrscht haben muss. Bis zum zweiten Jahrtausend v. Chr. hatte sich über den Großteil der zentralasiatischen Gebirgsausläufer eine ganze Reihe verschiedener Feldfrüchte ausgebreitet. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Viele der Obstsorten, Nüsse und Getreidearten auf unserem Esstisch haben sich einst entlang der Route der Großen Seidenstraße in der Alten Welt verbreitet. Wenn wir untersuchen, welche Samen und Kulturpflanzen zu welchen Zeiten auf diesen Routen transportiert wurden, erforschen wir die Geschichte unserer Nahrungsmittel, denn die großartigsten Artefakte der alten Seidenstraße finden sich heute in unseren Küchen wieder. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Früchte der Seidenstraße

Viele der Obstsorten, Nüsse und Getreidearten auf unserem Esstisch haben sich einst entlang der Route der Großen Seidenstraße in der Alten Welt verbreitet. Wenn wir untersuchen, welche Samen und Kulturpflanzen zu welchen Zeiten auf diesen Routen transportiert wurden, erforschen wir die Geschichte unserer Nahrungsmittel, denn die großartigsten Artefakte der alten Seidenstraße finden sich heute in unseren Küchen wieder. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Mikroben sind ein fester Bestandteil unserer Küche, das gilt insbesondere für Milchprodukte. In diesem Projekt kombinieren wir Verfahren aus den Bereichen Archäologie, Mikrobiologie, Lebensmittelwissenschaft und Kulturanthropologie, um wichtige Erkenntnisse über milchwirtschaftliche Praktiken, die mikrobielle Diversität und die Auswirkungen von Mikroben auf unsere Lebensmittel, unsere Biologie und unsere heutige Gesellschaft zu gewinnen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Alte Mikroben: Geschichte und Erbe der Milchbakterien

Mikroben sind ein fester Bestandteil unserer Küche, das gilt insbesondere für Milchprodukte. In diesem Projekt kombinieren wir Verfahren aus den Bereichen Archäologie, Mikrobiologie, Lebensmittelwissenschaft und Kulturanthropologie, um wichtige Erkenntnisse über milchwirtschaftliche Praktiken, die mikrobielle Diversität und die Auswirkungen von Mikroben auf unsere Lebensmittel, unsere Biologie und unsere heutige Gesellschaft zu gewinnen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Von den Ebenen Nord-Amerikas bis zu den Steppen Zentral-Asiens hat die Domestizierung des Pferdes (Equus caballus) die menschlichen Gesellschaften rund um den Erdball verändert. Dennoch ist die Frage wann, warum und wie Pferde durch menschliche Gemeinschaften in den Viehbestand aufgenommen wurden oder als Transportmittel entdeckt wurden, noch nicht beantwortet. Dieses Projekt soll durch die Untersuchung tierischer Überreste mittels unterschiedlicher Techniken aus der Archäozoologie, der Radiokohlenstoff-Datierung und der Proteomik dazu beitragen, diesen Prozess besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Pferde und menschliche Gesellschaften

Von den Ebenen Nord-Amerikas bis zu den Steppen Zentral-Asiens hat die Domestizierung des Pferdes (Equus caballus) die menschlichen Gesellschaften rund um den Erdball verändert. Dennoch ist die Frage wann, warum und wie Pferde durch menschliche Gemeinschaften in den Viehbestand aufgenommen wurden oder als Transportmittel entdeckt wurden, noch nicht beantwortet. Dieses Projekt soll durch die Untersuchung tierischer Überreste mittels unterschiedlicher Techniken aus der Archäozoologie, der Radiokohlenstoff-Datierung und der Proteomik dazu beitragen, diesen Prozess besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Die Hausratte, Rattus rattus, hat enorme Auswirkungen auf Menschen und Ökosysteme gehabt, z. B. als Überträger von Krankheiten wie der Beulenpest. In den Regionen, in denen sie sich als Kulturfolger ansiedelte, hat sie zum Aussterben von Arten und zur drastischen Veränderung der Ökologie beigetragen. Trotz dieser engen Verbindung zwischen Mensch und Rattus rattus steht die Sequenzierung des vollständigen Genoms der Hausratte noch aus. Dieses Projekt untersucht die Genomik der Ratten, um die Ko-Evolution von Menschen und Ratten besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Evolutionsgenomik der Hausratte

Die Hausratte, Rattus rattus, hat enorme Auswirkungen auf Menschen und Ökosysteme gehabt, z. B. als Überträger von Krankheiten wie der Beulenpest. In den Regionen, in denen sie sich als Kulturfolger ansiedelte, hat sie zum Aussterben von Arten und zur drastischen Veränderung der Ökologie beigetragen. Trotz dieser engen Verbindung zwischen Mensch und Rattus rattus steht die Sequenzierung des vollständigen Genoms der Hausratte noch aus. Dieses Projekt untersucht die Genomik der Ratten, um die Ko-Evolution von Menschen und Ratten besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
In Sri Lanka wurden die frühesten fossilen Nachweise für den Homo sapiens in Südasien gefunden. Hier fanden sich auch einige der frühesten Zeugnisse für die Nutzung des Regenwaldes durch den Menschen weltweit. Es gibt zudem ein Geflecht von urbanen Siedlungen in den trockeneren Regionen der Insel, in dem Spuren komplexer hydrologischer Techniken zur Steuerung des Wasserhaushalts zu finden sind. Die Untersuchung der archäologischen Funde dieses Landes und seiner Klima-Umwelt-Mensch-Interaktionen stellt einen Schwerpunkt der Abteilung für Archäologie am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte dar. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Menschen am Ende Südasiens

In Sri Lanka wurden die frühesten fossilen Nachweise für den Homo sapiens in Südasien gefunden. Hier fanden sich auch einige der frühesten Zeugnisse für die Nutzung des Regenwaldes durch den Menschen weltweit. Es gibt zudem ein Geflecht von urbanen Siedlungen in den trockeneren Regionen der Insel, in dem Spuren komplexer hydrologischer Techniken zur Steuerung des Wasserhaushalts zu finden sind. Die Untersuchung der archäologischen Funde dieses Landes und seiner Klima-Umwelt-Mensch-Interaktionen stellt einen Schwerpunkt der Abteilung für Archäologie am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte dar. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Das Aussterben der Megafauna-Populationen im späten Pleistozän und Holozän zählt insbesondere im Kontext des Anthropozäns zu den markanten Aspekten der Diskussion über den Zeitpunkt und die Beschaffenheit menschlicher Einwirkungen auf die Umwelt. Dieses Projekt will neuartige chronologische, paläoökologische und archäozoologische Methoden aus tropischen Regionen kombinieren, um die Rolle des Homo sapiens beim Aussterben der Großsäuger in den Tropen besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Das Aussterben der Großsäuger in den Tropen

Das Aussterben der Megafauna-Populationen im späten Pleistozän und Holozän zählt insbesondere im Kontext des Anthropozäns zu den markanten Aspekten der Diskussion über den Zeitpunkt und die Beschaffenheit menschlicher Einwirkungen auf die Umwelt. Dieses Projekt will neuartige chronologische, paläoökologische und archäozoologische Methoden aus tropischen Regionen kombinieren, um die Rolle des Homo sapiens beim Aussterben der Großsäuger in den Tropen besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Will man die Art und Weise vergangener Mensch-Umwelt-Interaktionen verstehen, ist die Weiterentwicklung von verlässlichen paläoökologischen Datensätzen (Proxies) für die betreffenden archäologischen Funde von unmittelbarer Bedeutung. In diesem Projekt entwickeln wir paläoökologische Methoden, die speziell auf archäologische Anforderungen zugeschnitten sind. Diese konzentrieren sich auf a) die Entwicklung von ‘On-site’-Proxies von unmittelbarer Bedeutung für das menschliche Verhalten und b) der Verschneidung mit zeitlich weit zurückreichenden  terrestrischen Klima- und Umweltarchiven (z.B. Seen), die sich aus archäologischem Wissen und archäologischen Fragestellungen ergeben. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

‘On-site’-Isotopenaufzeichnungen von Mensch-Umwelt-Interaktionen

Will man die Art und Weise vergangener Mensch-Umwelt-Interaktionen verstehen, ist die Weiterentwicklung von verlässlichen paläoökologischen Datensätzen (Proxies) für die betreffenden archäologischen Funde von unmittelbarer Bedeutung. In diesem Projekt entwickeln wir paläoökologische Methoden, die speziell auf archäologische Anforderungen zugeschnitten sind. Diese konzentrieren sich auf a) die Entwicklung von ‘On-site’-Proxies von unmittelbarer Bedeutung für das menschliche Verhalten und b) der Verschneidung mit zeitlich weit zurückreichenden  terrestrischen Klima- und Umweltarchiven (z.B. Seen), die sich aus archäologischem Wissen und archäologischen Fragestellungen ergeben. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Wie haben Klimaschwankungen in der Vergangenheit das Auftauchen des Menschen außerhalb von Afrika und die nachfolgende erfolgreiche Verbreitung über die ganze Welt beeinflusst? Das Projekt Palaeodeserts untersucht diese entscheidenden Fragen zur menschlichen Evolution mit einem multidisziplinären Ansatz in einer Schlüsselregion: der arabischen Halbinsel. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Palaeodesert

Wie haben Klimaschwankungen in der Vergangenheit das Auftauchen des Menschen außerhalb von Afrika und die nachfolgende erfolgreiche Verbreitung über die ganze Welt beeinflusst? Das Projekt Palaeodeserts untersucht diese entscheidenden Fragen zur menschlichen Evolution mit einem multidisziplinären Ansatz in einer Schlüsselregion: der arabischen Halbinsel. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Die Arbeitsgruppe Pantropica bringt internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, deren spezielles Interesse der Erforschung der Interaktionen zwischen Menschen und tropischen Regenwäldern ab dem späten Pleistozän gilt. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Arbeitsgruppe Pantropica

Die Arbeitsgruppe Pantropica bringt internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, deren spezielles Interesse der Erforschung der Interaktionen zwischen Menschen und tropischen Regenwäldern ab dem späten Pleistozän gilt. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Viele Nahrungspflanzen enthalten Phytolithen („Pflanzen-Steine“), glasige Siliziumteilchen, die unter verschiedensten Bedingungen erhalten bleiben. Deshalb gewinnen sie für die archäologische Forschung zunehmend an Bedeutung, z. B. um Aussagen über vergangene Nahrungsmittel machen zu können. Dieses Projekt untersucht, welchen Einfluss das Kauen und die Verdauung auf Phytolithen haben, um Phytholithen-Funde besser interpretieren zu können. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Phytolithen-Taphonomie

Viele Nahrungspflanzen enthalten Phytolithen („Pflanzen-Steine“), glasige Siliziumteilchen, die unter verschiedensten Bedingungen erhalten bleiben. Deshalb gewinnen sie für die archäologische Forschung zunehmend an Bedeutung, z. B. um Aussagen über vergangene Nahrungsmittel machen zu können. Dieses Projekt untersucht, welchen Einfluss das Kauen und die Verdauung auf Phytolithen haben, um Phytholithen-Funde besser interpretieren zu können. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Wann haben Menschen in Saudi Arabien damit begonnen, Herdentiere zu halten und wie haben diese ersten Viehhirten auf die beginnende Aridifizierung (Austrocknung) im mittleren Holozän reagiert? Das Projekt Palaeodeserts verfolgt einen multidisziplinären Ansatz, bei dem Daten aus Ausgrabungen von Siedlungen und Begräbnisstätten, Felskunst, paläoökologischen und paläoklimatischen Archiven sowie Ansätze der Klimamodellierung dazu verwendet werden, eine erhebliche Wissenslücke über die Vorgeschichte der arabischen Halbinsel zu schließen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Populationsdynamik und Klimaveränderungen im Holozän in Saudi Arabien

Wann haben Menschen in Saudi Arabien damit begonnen, Herdentiere zu halten und wie haben diese ersten Viehhirten auf die beginnende Aridifizierung (Austrocknung) im mittleren Holozän reagiert? Das Projekt Palaeodeserts verfolgt einen multidisziplinären Ansatz, bei dem Daten aus Ausgrabungen von Siedlungen und Begräbnisstätten, Felskunst, paläoökologischen und paläoklimatischen Archiven sowie Ansätze der Klimamodellierung dazu verwendet werden, eine erhebliche Wissenslücke über die Vorgeschichte der arabischen Halbinsel zu schließen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Die tropischen Regenwälder zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Das Ausmaß der in der Vergangenheit erfolgten menschlichen Interaktionen mit diesen Lebensräumen wird intensiv diskutiert. In diesem Projekt arbeiten wir mit der Analyse stabiler Isotope und dentalarchäologischen Ansätzen, um das Ausmaß der Abhängigkeit des Menschen von den Regenwäldern in verschiedenen Teilen der Welt und zu unterschiedlichen Zeiten zu untersuchen und mehr über die Überlebensstrategien unserer Vorfahren in diesen Umgebungen zu erfahren. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Menschliche „Regenwald-Abhängigkeit“ in archäologischen Funden

Die tropischen Regenwälder zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Das Ausmaß der in der Vergangenheit erfolgten menschlichen Interaktionen mit diesen Lebensräumen wird intensiv diskutiert. In diesem Projekt arbeiten wir mit der Analyse stabiler Isotope und dentalarchäologischen Ansätzen, um das Ausmaß der Abhängigkeit des Menschen von den Regenwäldern in verschiedenen Teilen der Welt und zu unterschiedlichen Zeiten zu untersuchen und mehr über die Überlebensstrategien unserer Vorfahren in diesen Umgebungen zu erfahren. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Bruchstücke keramischer Gefäße durchziehen die archäologischen Funde als eines der wichtigsten Zeugnisse der Nahrungsmittelzubereitung und des Nahrungsmittelverzehrs in der Vergangenheit. In diesem Projekt nutzen wir neue Möglichkeiten der Analyse historischer Proteine,  um die Ernährungsgewohnheiten verschiedener Bevölkerungsgruppen in der Vergangenheit zu untersuchen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Neue Erkenntnisse zur Esskultur durch Proteomanalyse von Keramik

Bruchstücke keramischer Gefäße durchziehen die archäologischen Funde als eines der wichtigsten Zeugnisse der Nahrungsmittelzubereitung und des Nahrungsmittelverzehrs in der Vergangenheit. In diesem Projekt nutzen wir neue Möglichkeiten der Analyse historischer Proteine, um die Ernährungsgewohnheiten verschiedener Bevölkerungsgruppen in der Vergangenheit zu untersuchen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Wie haben kulturelle und wirtschaftliche Interaktionen zwischen Kontinental-Südostasien und der Inselwelt Südostasiens diese Regionen vor und nach der austronesischen Expansion in den Pazifik beeinflusst? Ziel dieses Projekts ist es, verschiedene Aspekte dieser Wechselbeziehungen unter Verwendung von Mikropartikeln sowie von Proteom- und Genanalysen des menschlichen Zahnsteins zu beleuchten. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Von Vietnam nach Vanuatu: Zahnstein und die austronesische Expansion

Wie haben kulturelle und wirtschaftliche Interaktionen zwischen Kontinental-Südostasien und der Inselwelt Südostasiens diese Regionen vor und nach der austronesischen Expansion in den Pazifik beeinflusst? Ziel dieses Projekts ist es, verschiedene Aspekte dieser Wechselbeziehungen unter Verwendung von Mikropartikeln sowie von Proteom- und Genanalysen des menschlichen Zahnsteins zu beleuchten. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Als sich der Pastoralismus in Ostafrika ausbreitete, begegneten Hirten und ihre Herden ihnen bislang unbekannten Wildtierarten und -krankheiten. Diese epizootiologischen Herausforderungen hatten wahrscheinlich erhebliche Konsequenzen sowohl für die Entwicklung und Ausbreitung der Weidetierhaltung als auch für die Biogeografie der Wildtiere. Dieses Projekt untersucht die Rolle des Pastoralismus beim Verschwinden der Gnus von den Weiden des Central Riff Valleys mit Hilfe stabiler Isotopenanalysen von Gnu-Zähnen aus archäologischen Funden. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Die Wandungsbewegungen von Gnus in Ostafrika

Als sich der Pastoralismus in Ostafrika ausbreitete, begegneten Hirten und ihre Herden ihnen bislang unbekannten Wildtierarten und -krankheiten. Diese epizootiologischen Herausforderungen hatten wahrscheinlich erhebliche Konsequenzen sowohl für die Entwicklung und Ausbreitung der Weidetierhaltung als auch für die Biogeografie der Wildtiere. Dieses Projekt untersucht die Rolle des Pastoralismus beim Verschwinden der Gnus von den Weiden des Central Riff Valleys mit Hilfe stabiler Isotopenanalysen von Gnu-Zähnen aus archäologischen Funden. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

 
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