Projekte

Auf dieser Seite finden Sie eine Kurzvorstellung der Projekte der Abteilung für Archäologie. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie auf unserer englischsprachigen Webseite.

Anpassungen von Fischer-Jäger-Sammlern an den Klimawandel während der afrikanischen Feuchtperiode

Anpassungen von Fischer-Jäger-Sammlern an den Klimawandel während der afrikanischen Feuchtperiode

Abschnitte bedeutender klimatischer Veränderungen stellten die Populationen der Fischer-Jäger-Sammler in Afrika im frühen Holozän vor neue Herausforderungen. Die Reaktionen dieser Gesellschaften stimulierten frühe große Migrationen auf dem ganzen Kontinent und förderten die Annahme und Verbreitung des Pastoralismus. Dieses Projekt untersucht die Reaktionen von Fischern-Jägern-Sammlern auf die Prozesse des Klimawandels während des Holozäns am archäologischen Fundort Lothagam-Lokam im Turkana-See-Becken im Norden Kenias. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Anthropogene Landschaften der Seidenstraße

Anthropogene Landschaften der Seidenstraße

Die Landschaft Zentralasiens mag "wild" und ungezähmt erscheinen. Tatsächlich ist sie aber das direkte Ergebnis von Tausenden Jahren menschlicher Besiedlung. Menschen haben das Land für Ackerbau und Viehwirtschaft genutzt und das Holz der Wälder als Brenn- und Bauholz verwendet. Dadurch haben sie letztendlich die Ökosysteme umgestaltet. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Archäologische und paläoökologische Untersuchungen der Makangale-Höhle

Archäologische und paläoökologische Untersuchungen der Makangale-Höhle

Aus den archäologischen Funden von der Insel Pemba (Sansibar) lässt sich immer noch viel Neues erfahren – beispielsweise, wann die ersten Menschen dort ankamen und wie sie Geomorphologie, Flora und Fauna der Insel beeinflusst haben. Jüngste Ausgrabungen in der Makangale-Höhle haben Zeugnisse einer langen archäologischen und paläontologischen Geschichte zu Tage gefördert und werden zu neuen Erkenntnissen über die dynamischen Interaktionen zwischen vergangenen Völkern und ihrer Umwelt beitragen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Archäologie der Bewegungen von Menschen, Pflanzen und Tieren im holozänen Südostafrika

Archäologie der Bewegungen von Menschen, Pflanzen und Tieren im holozänen Südostafrika

Die Forschung hat gezeigt, dass domestizierte afrikanische Pflanzen und Tiere sowie Bantu-sprechende Populationen aus verschiedenen Teilen West-, Ost- und Nordafrikas stammen, es ist jedoch nicht bekannt, wann und wie sie in das südliche Afrika gelangten und sich dort ausbreiteten. Diese Fragen untersucht das vorliegende Projekt mit Hilfe archäologischer Feldstudien an verschiedenen Orten in Sambia, der Region, in der viele dieser Bevölkerungsgruppen und Lebensweisen zum ersten Mal aufeinandertrafen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Archäologie der Komoren: Erforschung der Siedlungsgeschichte und der Entstehung von Handelsbeziehungen

Archäologie der Komoren: Erforschung der Siedlungsgeschichte und der Entstehung von Handelsbeziehungen

Wann, wie und von wem wurden die Komoren kolonisiert? Im Rahmen dieses Projektes werden die Ursprünge und Lebensweisen der ersten Siedler auf der Inselgruppe der Komoren untersucht, die lange Zeit ein fester Bestandteil der Handelssysteme des Indischen Ozeans war und eine Rolle bei der nach wie vor rätselhaften Kolonialisierung Madagaskars gespielt haben könnte. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Archäologische und ökologische Anwendungen der Biomarker-Analyse von Fäkalien

Archäologische und ökologische Anwendungen der Biomarker-Analyse von Fäkalien

Der menschliche Einfluss auf den Planeten werden oft mit dem europäischen Kolonialismus und der industriellen Revolution in Verbindung gebracht. Der Fokus auf diese jüngsten Entwicklungen verkennt jedoch die zeitliche Tiefe und Vielfalt menschlicher Ökosystemtransformationen in der Vergangenheit, insbesondere in Bezug auf Tierhaltung und Domestizierung, Landwirtschaft, der Entstehung dichter, sesshafter und sogar städtischer Siedlungen und deren Auswirkungen auf unterschiedliche Landschaften. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Biologischer Austausch, Ernährung und Gesundheit in Afrikas prähistorischer Zeit

Biologischer Austausch, Ernährung und Gesundheit in Afrikas prähistorischer Zeit

Archäologische Funde konnten bislang das Aufkommen und die Verbreitung mehrerer wichtiger pflanzlicher Grundnahrungsmittel Afrikas nicht erklären. Alternative Methoden, insbesondere die Analyse mikrobotanischer Überreste, bieten jetzt einen Weg, die rätselhafte Geschichte der Nahrungsmittel in Afrika zu erforschen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Die biomolekulare Vorgeschichte Südasiens

Die biomolekulare Vorgeschichte Südasiens

Dieses Projekt wendet einen neuartigen Multi-Proxy-Ansatz an, der Methoden wie die Analyse stabiler Isotope, alter DNA und alter Proteine sowie von Zahnstein aus menschlichen Überresten verbindet, um Veränderungen in Ernährungsweise, Demographie und Ökologie in Südasien über die großen kulturellen Übergänge hinweg zu erhellen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Die Entwicklung von beyesschen Werzeugen für die archäologische Forschung

Die Entwicklung von beyesschen Werzeugen für die archäologische Forschung

Der beyesscher Rückschluss ist eine statistische Methode um die Wahrscheinlichkeit einer Hypothese auf den neuesten Stand zu bringen, nachdem zusätzliche Erkenntnisse verfügbar wurden. Daher stellt es ein natürliches Rahmenprogramm für interdisziplinäre Herangehensweisen dar und ermöglicht die Kombination von verschiedenen Beweisquellen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Umwelt und menschliche Subsistenzstrategien auf Java (Indonesien) und Luzon (Philippinen) während der letzten 25.000 Jahre

Umwelt und menschliche Subsistenzstrategien auf Java (Indonesien) und Luzon (Philippinen) während der letzten 25.000 Jahre

Die drastischen Umwelt- und Klimaveränderungen nach dem letzten glazialen Maximum (LGM) hatten großen Einfluss auf die menschlichen Bevölkerungsstrukturen und -bewegungen. Eine der dramatischsten landschaftlichen Veränderungen war die Überschwemmung des Sunda-Schelfs, die zur heutigen Konfiguration der südostasiatischen Inselwelt (ISEA) führte. Wie wirkte sich das Verschwinden von fast 40 Prozent der Landmasse auf die damaligen menschlichen Gemeinschaften aus? Wie haben sich die in der ISEA lebenden Menschen in diesem Zeitraum an Umwelt- und Klimaschwankungen angepasst? [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Green Arabia Drilling

Green Arabia Drilling

Interdisziplinäre Forschung zu Klima- und Umweltveränderungen und ihr Einfluss auf die Verbreitung des Menschen im Quartär auf der Basis von Sedimentkernen aus dem Jubbah-Paläosee (Saudi-Arabien). [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Intensivierung, Austausch und Komplexität des Landbaus im alten Eurasien

Intensivierung, Austausch und Komplexität des Landbaus im alten Eurasien

Das späte erste Jahrtausend v. Chr. gilt als die Zeit, in der in Zentralasien zum ersten Mal hoch spezialisierte Nomaden in Erscheinung traten: die reitenden Krieger der Skythen. Allerdings gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass die Region des östlichen Zentralasiens in dieser Periode tatsächlich schon eine vermehrte Sesshaftwerdung und Intensivierung der Landwirtschaft erlebte. Im Zusammenhang mit diesem Prozess untersuchen wir die Zusammenhänge zwischen der Intensivierung der Landwirtschaft und zunehmendem Austausch, Bevölkerungswachstum, handwerklicher Spezialisierung sowie die Entwicklung einer elitären Klasse. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
IsoMemo: Eine Initiative zur Bündelung von Isotopen-Daten

IsoMemo: Eine Initiative zur Bündelung von Isotopen-Daten

Die Methode der Isotopen-Markerierung ist eine Quelle von unschätzbarem Wert für historische Informationen. Isotopen-Marker können einen wichtigen Beitrag zur Erforschung früherer menschlicher Lebensweisen (z.B. Ernährung, Ernährung und Mobilität), des Handels, der anthropogenen Einflüsse (z.B. Landwirtschaft, Umweltverschmutzung), des Klimas und der Umwelt sowie der Chronologie leisten. Das Fehlen einer zentralisierten Speicherung schränkt jedoch eine effiziente Datennutzung ein. Um diesem Problem zu begegnen, führt die IsoMemo-Initiative mehrere Repositorien von Isotopendaten aus den Bereichen Archäologie, Ökologie sowie Umwelt- und Biowissenschaften zusammen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Isotopenanalyse zur Rekonstruktion griechisch-römischer Lebenswege

Isotopenanalyse zur Rekonstruktion griechisch-römischer Lebenswege

Die griechisch-römische Welt entspricht den Regionen, die im Laufe der Jahrhunderte die altgriechische und lateinische Sprache und Kultur übernommen haben. Aus schriftlichen Quellen ist viel über die politische, wirtschaftliche und militärische Geschichte der griechisch-römischen Welt bekannt. Die Lebenswege der einfachen Menschen bleiben jedoch weitgehend unbekannt. Ziel dieses Projekts ist es, denjenigen, die die große Mehrheit der alten Griechen und Römer repräsentierten, durch die Isotopenanalyse osteologischer Überreste eine Stimme zu geben. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Klima und Kultur in Südafrika

Klima und Kultur in Südafrika

Die archäologischen Befunde Südafrikas zählen zu den umfangreichsten und am besten erforschten Zeugnissen vergangener menschlicher Lebenshaltungen sowie technischer und kultureller Verhaltensweisen. In diesem Projekt untersuchen wir, welche Rolle das Klima und die Umwelt in Bezug auf menschliche Anpassungen und Innovationen der Menschen in diesem Teil der Welt gespielt haben. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Das Komoren-Genomprojekt

Das Komoren-Genomprojekt

Die Inselgruppe der Komoren spielte lange Zeit eine Schlüsselrolle für die Kultur und Wirtschaft der Regionen rund um den Indischen Ozean. Die facettenreiche Geschichte des Handels und des Austauschs spiegelt sich im genetischen Erbe der Bevölkerung der Inseln wider. Dieses Projekt nutzt genetische Daten zeitgenössischer Inselpopulationen zur Rekonstruktion der jüngeren Vergangenheit der Inseln und versucht so, die Verbindungen des Archipels zu den nahe gelegenen Regionen Afrikas sowie entfernten Teilen Asiens und der arabischen Welt besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
<p>Wirtschaften in der „hungrigen“ Steppe: Das Entstehen proto-urbaner Zentren in Zentral-Eurasien</p>

Wirtschaften in der „hungrigen“ Steppe: Das Entstehen proto-urbaner Zentren in Zentral-Eurasien

Die allgegenwärtige Erzählung vom Aufstieg einer nomadischen Kriegerkultur in der eurasischen Steppe am Ende der Bronzezeit hat die Hinweise auf sesshafte Gemeinschaften und proto-urbane Zentren übertönt. Immer mehr Belege deuten jedoch darauf hin, dass aggregierte Bevölkerungsgruppen die halbtrockene kasachische Steppe, auch „Hungersteppe“ genannt, in einem Cluster  regionaler Zentren besiedelten. In einer Region, in der eine mobile Naturweidewirtschaft als notwendig angesehen wird, wirft dies die Frage auf, mittels welcher Wirtschaftsform diese Gemeinschaften ihren Lebensunterhalt sichern konnten. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
LOMVIA

LOMVIA

Die Meerestiere der Arktis sind durch den Klimawandel zunehmend bedroht. Seine Auswirkungen sind nicht nur physischer Natur, wie z.B. zu warme Meere oder schmelzendes Meereseis, sondern auch biologischer Natur, da das Klima die Art und Weise, wie verschiedene Arten miteinander interagieren, verändern kann. Insbesondere können sich die Verbreitungsgebiete gemäßigter Arten nach Norden ausdehnen und sie in zunehmenden Kontakt mit arktischen Arten bringen. Die Neuankömmlinge können damit beginnen, die arktischen Arten zu erbeuten oder sie im Wettbewerb um um Nahrung oder Brutstätten zu übertrumpfen, was zu einem schnelleren Rückgang führen kann, als dies allein durch den Klimawandel der Fall wäre. Das Projekt LOMVIA hat zum Ziel, diese Interaktionen für ein Paar eng verwandter Seevogelarten in Island zu untersuchen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Menschliche Evolution und Umweltveränderungen in der Olduvai (Oldupai)-Schlucht, Tansania

Menschliche Evolution und Umweltveränderungen in der Olduvai (Oldupai)-Schlucht, Tansania

Die Olduvai-Schlucht ist eine der berühmtesten paläoanthropologischen Stätten Afrikas. Hierher stammen eine Reihe bedeutender Fossilienfunde von Homininen und die archäologischen Aufzeichnungen erstrecken sich über die letzten 2 Millionen Jahre. Dies macht die Olduvai-Schlucht zu einem ausgezeichneten Ort, um die Entstehung unserer Gattung, ihre biologische Entwicklung, kulturellen Anfänge sowie deren ökologischen Hintergrund zu untersuchen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Milcherzeugnisse und adaptive Evolution der Ernährung in der Vorgeschichte

Milcherzeugnisse und adaptive Evolution der Ernährung in der Vorgeschichte

Milch ist ein Nahrungsmittel von besonderer globaler Bedeutung. Diese Forschungskooperation verfolgt einen multidisziplinären und Multi-Proxy-Ansatz, um das Aufkommen, den Wandel und die Verbreitung von Milchprodukten zu rekonstruieren und die Weiterentwicklung von Praktiken der Milcherzeugung und der Evolution der Laktasepersistenz (Milchverträglichkeit) zu erforschen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Informationen zu den einzelnen Unterprojekten sind auf folgenden Seiten zu finden:

Mobilität im Zeitalter der Nomaden

Mobilität im Zeitalter der Nomaden

Zu Beginn der Eisenzeit veränderte sich der Maßstab der Interaktionen in Eurasien dramatisch. Die Netzwerke dehnten sich auf weite Teile Zentral- und Innerasiens aus und gingen mit dem Entstehen eines gemeinsamen kulturellen Erbes einher, das mit nomadischen Kriegern assoziiert wurde. Bis vor kurzem glaubte man, dass diese Veränderungen mit der Entwicklung des nomadischen Pastoralismus als Grundlage für eine Naturweidewirtschaft zusammenhingen. Neuere Forschungen deuten jedoch darauf hin, dass die Hirten ihre Ernährung durch domestiziertes Getreide ergänzten und dass viele Gemeinschaften sesshaft waren. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Mongolisches Höhlen- und Paläoseen-Projekt

Mongolisches Höhlen- und Paläoseen-Projekt

Die archäologischen Aufzeichnungen aus dem mongolischen Pleistozän sind relativ unbekannt und durch einige wenige Freiluftfundstellen im Norden und zwei Höhlenfundstellen im Gobi-Altai-Gebirge im Süden gekennzeichnet. Die Anwesenheit von anatomisch modernen Menschen vor min. 32.000 Jahren (Salkhit-Schädel) und die Nähe zum russischen Altai lassen jedoch vermuten, dass die Region für das Verständnis der Interaktionen zwischen frühen Menschenarten und das Überleben des Homo Sapiens von entscheidender Bedeutung sein könnte. Ziel dieses Projektes ist es, die Ausbreitung und Anpassung der frühen Menschen in der Mongolei während des Pleistozäns zu untersuchen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Leben im Mongolenreich: Transmission von Gütern, Ernährung und Krankheit

Leben im Mongolenreich: Transmission von Gütern, Ernährung und Krankheit

Das mongolische Reich erstreckte sich von Ostasien bis an die Grenzen Osteuropas. Obwohl historische Quellen belegen, dass Waren, Technologien und Ideen (und mit ihnen Krankheitserreger und Mikroben) aus dem ganzen Reich in das Gebiet der heutigen Mongolei gelangten, wissen wir nur wenig über den Alltag, die Ernährung und Gesundheit der damaligen Bevölkerungsgruppen in der Region. Unsere Analyse menschlicher Überreste aus einem alten mongolischen Friedhof konzentriert sich auf die Klärung dieser Fragen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Multi-Proxy-Ansatz zur Rekonstruktion menschlicher Lebensweisen in der Vergangenheit

Multi-Proxy-Ansatz zur Rekonstruktion menschlicher Lebensweisen in der Vergangenheit

Menschliche Lebenswege und -weisen in der Vergangenheit, wie Ernährung oder Mobilität, bilden zahlreiche soziale, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Phänomene ab und mittels Isotopenanalyse lassen sie sich quantitativ rekonstruieren. Durch die Anwendung eines Ansatzes, bei dem mehrere Isotopen-Proxys kombiniert werden, wird es möglich, die Vielfalt der Schätzungen erheblich zu erweitern und ihre Qualität zu verbessern. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Frühe Bauern in Zentralasien

Frühe Bauern in Zentralasien

Geschichtsforschung und Archäologie haben Zentralasien als Region der Viehhirten bezeichnet und dies damit begründet, dass die Region in der Vorgeschichte von einer ‘nomadischen’ Wirtschaft dominiert wurde. Mit dem verstärkten Aufkommen von archäobotanischen Methoden wird in den letzten Jahren zunehmend deutlich, dass in Zentralasien früher eher eine Mischung aus Agrar- und Hirtenkultur vorgeherrscht haben muss. Bis zum zweiten Jahrtausend v. Chr. hatte sich über den Großteil der zentralasiatischen Gebirgsausläufer eine ganze Reihe verschiedener Feldfrüchte ausgebreitet. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Evolutionsgenomik der Hausratte

Evolutionsgenomik der Hausratte

Die Hausratte, Rattus rattus, hat enorme Auswirkungen auf Menschen und Ökosysteme gehabt, z. B. als Überträger von Krankheiten wie der Beulenpest. In den Regionen, in denen sie sich als Kulturfolger ansiedelte, hat sie zum Aussterben von Arten und zur drastischen Veränderung der Ökologie beigetragen. Trotz dieser engen Verbindung zwischen Mensch und Rattus rattus steht die Sequenzierung des vollständigen Genoms der Hausratte noch aus. Dieses Projekt untersucht die Genomik der Ratten, um die Ko-Evolution von Menschen und Ratten besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Das Aussterben der Großsäuger in den Tropen

Das Aussterben der Großsäuger in den Tropen

Das Aussterben der Megafauna-Populationen im späten Pleistozän und Holozän zählt insbesondere im Kontext des Anthropozäns zu den markanten Aspekten der Diskussion über den Zeitpunkt und die Beschaffenheit menschlicher Einwirkungen auf die Umwelt. Dieses Projekt will neuartige chronologische, paläoökologische und archäozoologische Methoden aus tropischen Regionen kombinieren, um die Rolle des Homo sapiens beim Aussterben der Großsäuger in den Tropen besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Menschen am Ende Südasiens

Menschen am Ende Südasiens

In Sri Lanka wurden die frühesten fossilen Nachweise für den Homo sapiens in Südasien gefunden. Hier fanden sich auch einige der frühesten Zeugnisse für die Nutzung des Regenwaldes durch den Menschen weltweit. Es gibt zudem ein Geflecht von urbanen Siedlungen in den trockeneren Regionen der Insel, in dem Spuren komplexer hydrologischer Techniken zur Steuerung des Wasserhaushalts zu finden sind. Die Untersuchung der archäologischen Funde dieses Landes und seiner Klima-Umwelt-Mensch-Interaktionen stellt einen Schwerpunkt der Abteilung für Archäologie am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte dar. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

‘On-site’-Isotopenaufzeichnungen von Mensch-Umwelt-Interaktionen

‘On-site’-Isotopenaufzeichnungen von Mensch-Umwelt-Interaktionen

Will man die Art und Weise vergangener Mensch-Umwelt-Interaktionen verstehen, ist die Weiterentwicklung von verlässlichen paläoökologischen Datensätzen (Proxies) für die betreffenden archäologischen Funde von unmittelbarer Bedeutung. In diesem Projekt entwickeln wir paläoökologische Methoden, die speziell auf archäologische Anforderungen zugeschnitten sind. Diese konzentrieren sich auf a) die Entwicklung von ‘On-site’-Proxies von unmittelbarer Bedeutung für das menschliche Verhalten und b) der Verschneidung mit zeitlich weit zurückreichenden  terrestrischen Klima- und Umweltarchiven (z.B. Seen), die sich aus archäologischem Wissen und archäologischen Fragestellungen ergeben. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Palaeodeserts

Palaeodeserts

Wie haben Klimaschwankungen in der Vergangenheit das Auftauchen des Menschen außerhalb von Afrika und die nachfolgende erfolgreiche Verbreitung über die ganze Welt beeinflusst? Das Projekt Palaeodeserts untersucht diese entscheidenden Fragen zur menschlichen Evolution mit einem multidisziplinären Ansatz in einer Schlüsselregion: der arabischen Halbinsel. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Menschliche „Regenwald-Abhängigkeit“ in archäologischen Funden

Menschliche „Regenwald-Abhängigkeit“ in archäologischen Funden

Die tropischen Regenwälder zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde. Das Ausmaß der in der Vergangenheit erfolgten menschlichen Interaktionen mit diesen Lebensräumen wird intensiv diskutiert. In diesem Projekt arbeiten wir mit der Analyse stabiler Isotope und dentalarchäologischen Ansätzen, um das Ausmaß der Abhängigkeit des Menschen von den Regenwäldern in verschiedenen Teilen der Welt und zu unterschiedlichen Zeiten zu untersuchen und mehr über die Überlebensstrategien unserer Vorfahren in diesen Umgebungen zu erfahren. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Paläolithische Archäologie der Pebdeh-Höhle, Iran

Paläolithische Archäologie der Pebdeh-Höhle, Iran

Der Iran war ein Schwerpunkt für archäologische Untersuchungen, da dort seit den 1950er Jahren altsteinzeitliche Studien durchgeführt wurden. Grabungen in Höhlen förderten eine reiche Vorgeschichte zutage, mit Funden, die aus einer Reihe von paläolithischen Steinwerkzeug-Sammlungen und tierischen Überresten bestehen. Die Ausbreitung und Anpassung mehrerer Homininarten auf dem Gebiet des heutigen in den letzten 100.000 Jahren ist jedoch nach wie vor kaum erforscht. Der Iran war ein Schwerpunkt für archäologische Untersuchungen, da dort seit den 1950er Jahren altsteinzeitliche Studien durchgeführt wurden. Grabungen in Höhlen förderten eine reiche Vorgeschichte zutage, mit Funden, die aus einer Reihe von paläolithischen Steinwerkzeug-Sammlungen und tierischen Überresten bestehen. Die Ausbreitung und Anpassung mehrerer Homininarten auf dem Gebiet des heutigen in den letzten 100.000 Jahren ist jedoch nach wie vor kaum erforscht. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Panga ya Saidi-Höhle, Kenia

Panga ya Saidi-Höhle, Kenia

Der genetische Ursprung aller heute lebenden Menschen liegt in Afrika. Aber es ist wenig darüber bekannt, welche kulturellen, sozialen und kognitiven Veränderungen den Erfolg unserer Spezies ermöglichten. Im Laufe der letzten 100.000 Jahre zeigen die archäologischen Aufzeichnungen eine zunehmende Komplexität der Technologien und des Verhaltens. Dies deutet darauf hin, dass sich in den Köpfen der frühen Menschen ein wichtiger Wandel vollzog. Diese frühen Innovationen haben wahrscheinlich den Exodus aus Afrika begünstigt und den Menschen geholfen, in verschiedenen Umgebungen, von Wüstensavannen über tropische Regenwälder bis hin zu gefrorenen Tundren, zu bestehen. Die Dokumentation dieser frühen Stadien ist deshalb der Schlüssel zum Verständnis unserer Evolution ist. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Pferde und menschliche Gesellschaften

Pferde und menschliche Gesellschaften

Von den Ebenen Nord-Amerikas bis zu den Steppen Zentral-Asiens hat die Domestizierung des Pferdes (Equus caballus) die menschlichen Gesellschaften rund um den Erdball verändert. Dennoch ist die Frage wann, warum und wie Pferde durch menschliche Gemeinschaften in den Viehbestand aufgenommen wurden oder als Transportmittel entdeckt wurden, noch nicht beantwortet. Dieses Projekt soll durch die Untersuchung tierischer Überreste mittels unterschiedlicher Techniken aus der Archäozoologie, der Radiokohlenstoff-Datierung und der Proteomik dazu beitragen, diesen Prozess besser zu verstehen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Populationsdynamik und Klimaveränderungen im Holozän in Saudi Arabien

Populationsdynamik und Klimaveränderungen im Holozän in Saudi Arabien

Wann haben Menschen in Saudi Arabien damit begonnen, Herdentiere zu halten und wie haben diese ersten Viehhirten auf die beginnende Aridifizierung (Austrocknung) im mittleren Holozän reagiert? Das Projekt Palaeodeserts verfolgt einen multidisziplinären Ansatz, bei dem Daten aus Ausgrabungen von Siedlungen und Begräbnisstätten, Felskunst, paläoökologischen und paläoklimatischen Archiven sowie Ansätze der Klimamodellierung dazu verwendet werden, eine erhebliche Wissenslücke über die Vorgeschichte der arabischen Halbinsel zu schließen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Proteom-Analyse von Keramik - neue Erkenntnisse zur Esskultur vergangener Zeiten

Proteom-Analyse von Keramik - neue Erkenntnisse zur Esskultur vergangener Zeiten

Bruchstücke keramischer Gefäße durchziehen die archäologischen Funde als eines der wichtigsten Zeugnisse der Nahrungsmittelzubereitung und des Nahrungsmittelverzehrs in der Vergangenheit. In diesem Projekt nutzen wir neue Möglichkeiten der Analyse historischer Proteine, um die Ernährungsgewohnheiten verschiedener Bevölkerungsgruppen in der Vergangenheit zu untersuchen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Biomolekulare Methoden zur Analyse der "unsichtbaren organischen Rohstoffe" des antiken Handels

Biomolekulare Methoden zur Analyse der "unsichtbaren organischen Rohstoffe" des antiken Handels

Einige der wertvollsten Produkte, die entlang der alten Handelsrouten bewegt wurden, waren aromatische Pulver, Extrakte und getrocknete Pflanzenbestandteile. Diese Gewürze verwandelten nicht nur Küchen, sondern spielten auch eine bedeutende Rolle in wirtschaftlichen, kulturellen und rituellen Kontexten. Die Kontrolle über diese Handelsgüter und der Zugang zu ihnen wurde in der Antike zur Quelle großen Reichtums und politischer Macht. Aufgrund ihrer Seltenheit und schlechten Erhaltung sind diese Substanzen jedoch in den archäologischen Aufzeichnungen oft nur schwer nachzuweisen und zu untersuchen. Die Biogeochemie-Gruppe der Abteilung versucht dieser Probleme zu überwinden, indem sie einen biomolekularen Ansatz für die Analyse dieser Substanzen entwickelt. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Verhaltensanpassungen der ersten Menschen in Ostasien

Verhaltensanpassungen der ersten Menschen in Ostasien

Unser Wissen über die Evolution des Menschen und seine Verhaltensanpassungen stammt vorwiegend aus Afrika, beziehungsweise dem ostafrikanischen Graben, der qualitativ hochwertige ökologische und archäologische Aufzeichnungen lieferte, die sich auf mehr als 2 bis 3 Millionen Jahre zurückführen lassen. Frühe Mitglieder der Gattung Homo verließen später Afrika und erreichten das Lössplateau in Ostasien vor ca. 2.1 Millionen Jahren. Im Lössplateau und dem Nihewan-Becken in China befinden sich daher mehrere archäologische Ausgrabungsstätten, die einem Zeitraum von vor 2.1 bis 1.0 ma zugeordnet werden könne. Dennoch ist relativ wenig über die Verbreitung, die Verhaltensanpassungen und die Überlebensfähigkeit früherer Homininpopulationen in Eurasien und Ostasien bekannt. Obwohl bereits Ausgrabungsstätten außerhalb Afrikas untersucht wurden (Dmanisi, Ubeidiya), sind solche Forschungsorte selten, was es erschwert, einen klaren Überblick über die Anpassungen der Gattung Homo außerhalb Afrikas zu erlangen. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Von Vietnam nach Vanuatu: Zahnstein und die austronesische Expansion

Von Vietnam nach Vanuatu: Zahnstein und die austronesische Expansion

Wie haben kulturelle und wirtschaftliche Interaktionen zwischen Kontinental-Südostasien und der Inselwelt Südostasiens diese Regionen vor und nach der austronesischen Expansion in den Pazifik beeinflusst? Ziel dieses Projekts ist es, verschiedene Aspekte dieser Wechselbeziehungen unter Verwendung von Mikropartikeln sowie von Proteom- und Genanalysen des menschlichen Zahnsteins zu beleuchten. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]
Die Wandungsbewegungen von Gnus in Ostafrika

Die Wandungsbewegungen von Gnus in Ostafrika

Als sich der Pastoralismus in Ostafrika ausbreitete, begegneten Hirten und ihre Herden ihnen bislang unbekannten Wildtierarten und -krankheiten. Diese epizootiologischen Herausforderungen hatten wahrscheinlich erhebliche Konsequenzen sowohl für die Entwicklung und Ausbreitung der Weidetierhaltung als auch für die Biogeografie der Wildtiere. Dieses Projekt untersucht die Rolle des Pastoralismus beim Verschwinden der Gnus von den Weiden des Central Riff Valleys mit Hilfe stabiler Isotopenanalysen von Gnu-Zähnen aus archäologischen Funden. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

Neue Gedanken zu den Ursprüngen der Landwirtschaft in Ostafrika

Neue Gedanken zu den Ursprüngen der Landwirtschaft in Ostafrika

Durch das Holozän entstanden in ganz Afrika verschiedene Formen des Pflanzenanbaus, die zu den Ursprüngen des Urbanismus, der sozialen Komplexität und der Entwicklung der großen afrikanischen Staaten beitrugen. In den letzten ca. 2000 Jahren waren die Bevölkerungen in Subsahara-Afrika zunehmend auf den Zugang zu domestizierten Getreidesorten angewiesen, um die Ernährungssicherheit auf Gemeindeebene zu gewährleisten.  Einheimische afrikanische Kulturpflanzen wie Sorghumhirse (Sorghum bicolor), Fingerhirse (Eleusine coracana) und Perlhirse (Pennisetum glaucum) waren vor der europäischen Kolonialherrschaft wegen ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit und klimatische Unberechenbarkeit weiterhin lebenswichtige Nutzpflanzen auf dem ganzen Kontinent. [Weitere Informationen in englischer Sprache finden Sie hier.]

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