Abteilung Sprach- und Kulturevolution

Forschungsprogramm

Sprachen sind - wie Gene - "Dokumente der Geschichte". Die rund 7000 Sprachen, die heute auf der Erde gesprochen werden, enthalten eine gewaltige Menge an Informationen über unsere Vergangenheit. Die Rückschlüsse auf unsere Vergangenheit sind dann am stärksten, wenn voneinander unabhängige Beweislinien aus Linguistik, Archäologie und Humangenetik diese Erkenntnisse „triangulieren“. Die Abteilung Sprach- und Kulturevolution verfolgt deshalb einen vollständig integrierten, interdisziplinären Ansatz, um eine Brücke zwischen Geschichtsforschung und Naturwissenschaften zu schlagen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen wie Linguistik, Biologie, Anthropologie, Informatik und Psychologie arbeiten gemeinsam daran, innovative Methoden aus den Naturwissenschaften weiter zu entwickeln und anzuwenden, während sie zugleich weiterhin die Erkenntnisse nutzen, die nur durch den fortwährenden engen Kontakt mit den primären sprachlichen und kulturellen Daten gewonnen werden können.

Unser Ziel ist es, große Fragen zur Sprach-und Kulturgeschichte der Menschheit zu beantworten. Wir entwickeln hierzu neuartige Methoden zur Sprachdokumentation, globale Sprach-und Kulturdatenbanken sowie Analyseverfahren, welche evolutionäre Theorien und neue Rechenverfahren nutzen. Diese neuen computerbasierten Werkzeuge ermöglichen es uns, Forschungsfragen anzugehen, die in der traditionellen Linguistik und Anthropologie als schwierig oder gar unlösbar erschienen.


RESEARCH PROJECTS

Glottobank
Das Glottobank-Team

Glottobank ist ein internationales Forschungskonsortium, das mit dem Ziel gegründet wurde, die Vielfalt der Sprachen weltweit zu erfassen und zu verstehen. Die Mitglieder von Glottobank verfolgen dieses Ziel von zwei Seiten. Zum einen etablieren sie fünf Datenbanken für eine umfassende Beschreibung und Erfassung der Sprachen: Grambank erfasst die grammatischen Strukturen der Sprachen, Lexibank ihren Wortschatz, Parabank die grammatischen und lexikalischen Paradigmen, Phonobank die Lautwandelprozesse und Numeralbank die Zahlwörter und Zahlensysteme. Beim Aufbau dieser Datenbanken entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zugleich neue Methoden der Sprachdokumentation. Sie stellen die Daten in vergleichbaren Datensätzen zusammen, und sie machen diese Datensätze frei zugänglich und nutzbar. Auf der anderen Seite entwickeln die Mitglieder von Glottobank neue Methoden und Werkzeuge, um die erfassten Daten zu analysieren und auszuwerten, um Rückschlüsse auf die menschliche Vorgeschichte, die Verwandtschaften und Beziehungen der Sprachen untereinander und die Prozesse des sprachlichen Wandels zu ziehen. [mehr | in englischer Sprache]


Vanuatu - das "Galapagos der Sprachevolution"
Russell Gray, Prof., Ph.D. (Univ. Auckland), Dr. Aviva Shimelman

Zwei grundlegende linguistische Fragen gilt es zu klären: Warum werden heute weltweit etwa 7000 verschiedene Sprachen gesprochen, und warum sind diese Sprachen so ungleichmäßig über die Welt verteilt? Vanuatu ist für seine kulturelle und sprachliche Vielfalt berühmt. Rund 106 Sprachen werden heute auf dem Archipel gesprochen. Damit ist die Pro-Kopf-Dichte an Sprachen auf Vanuatu größer als sonst irgendwo auf der Welt (François 2012). Vanuatu ist das "Galapagos der Sprachevolution" - der ideale Mikrokosmos, um zu untersuchen, wodurch sprachliche Diversifizierung vorangetrieben wird. Malakula, die zweitgrößte Insel Vanuatus, ist der perfekte Ort, um dieses Projekt zu starten. Ein interdisziplinäres Team aus Linguisten und Anthropologen wird die Variationen von Wortschatz, Grammatik und Phonologie der auf der Insel gesprochenen Sprachen erfassen und untersuchen, wie diese Variationen mit kulturellen Praktiken, demografischen Entwicklungen und sozialen Netzwerken in Zusammenhang stehen. Das Projekt wird gemeinsam mit den Gemeinschaften vor Ort die „nächste Generation der Sprachdokumentation“ entwickeln und anwenden: Apps auf Mobiltelefonen und Tablet-PCs sollen eingesetzt werden, um die Menschen zum Sprechen und zur Aufzeichnung ihrer Sprachen anzuregen. Die Daten werden in Form frei zugänglicher Online-Datenbanken und einem interaktiven digitalen Online-Atlas zur Verfügung gestellt. Einige der ersten Ergebnisse sind verfügbar unter: www.soundcomparisons.com/Malakula


CoBL: Eine neuartige Datenbank verwandter Wörter des Grundwortschatzes
Dr Paul Heggarty, Cormac Anderson

Altgriechisch

CoBL (Cognacy in Basic Lexicon) ist eine neue Art von Datenbank zur Untersuchung der Frage, wie eng die Sprachen einer Sprachfamillie miteinander verwandt sind. CoBL basiert auf der Erfassung und dem Vergleich von Wörtern des Grundwortschatzes, wie Mama, Kopf, Wasser oder schwarz und der Untersuchung, ob diese Worte eine gemeinsame Vorform haben. Zum Beispiel sind die Wörter salt (Englisch), Salz (Deutsch) und sel (Französisch) eng verwandte Wörter (Kognate), black, schwarz und noir haben dagegen keinen (direkten) gemeinsamen Ursprung. CoBL ist sowohl auf qualitative als auch auf quantitative Forschungsansätze zugeschnitten und bietet unterschiedliche Suchmasken zur Erkundung der in CoBL gespeicherten Daten an. Die umfangreichen Sprachdaten umfassen: Reihen verwandter Wörter, Orthographie, Morphologie, Phonetik und IPA-Lautschrift sowie Links zu weiteren Quellen.

 
Grundsätzlich kann mit CoBL jede Sprachfamilie erfasst werden. Zunächst wird CoBl jedoch als „CoBL-IE“ als Nachfolge der IELex-Datenbank von Michael Dunn (siehe Bouckaert et al. 2012, Chang et al. 2015) für die indoeuropäische Sprachfamilie aufgebaut. Die Daten werden über die CoBL-Dateneingabe-Webseite erfasst. Ein Zusammenschluss von Spezialisten für verschiedene indoeuropäische Sprachen erstellt gemeinsam mit Spezialisten für sprachübergreifende Sprachanalysen Reihen verwandter Wörter. Darüber hinaus erarbeitet das Team gemeinsam einen neuen, sehr expliziten Katalog von Auswahlkriterien für Lexeme (Wortstämme) und eine verbesserte Referenzliste von 200 präzise (und teilweise neu) definierten Bedeutungen, die für Sprachvergleiche herangezogen werden.

CoBL ist derzeit noch im Aufbau und nur den Mitgliedern des Forschungsteams zugänglich.

Kontakt: anderson@shh.mpg.de

D-Place - eine globale Datenbank der Orte, Sprachen, Kulturen und Umweltbedingungen
Das d-Place Team

Die Vielfalt der menschlichen Kulturen findet sich in allen Bereichen unseres Lebens wieder. Das reicht von den Speisen, die wir essen und den Häusern, die wir bauen, über unsere religiösen Rituale und politischen Strukturen bis hin zur Wahl unserer Ehepartner und den Spielen, die wir unseren Kindern beibringen. Unsere Fähigkeit, diese Vielfalt wahrzunehmen und zu verstehen wurde bislang jedoch dadurch behindert, wie sie dokumentiert und mitgeteilt wurde: auf der Basis von Einzelkulturen, durch regional erzählte Geschichten und in schwer zugänglichen Archiven. D-PLACE ist eine frei zugängliche Datenbank (www.d-place.org), die weiter ausgebaut wird. D-Place vereint einen bislang breit gestreuten Bestand an Informationen zu Geographie, Sprache, Kultur und Umweltbedingungen von mehr als 1400 menschlichen Gesellschaften (kulturellen Gruppen). D-Place möchte es Wissenschaftler/-innen ermöglichen, zu untersuchen, inwieweit verschiedene Faktoren, wie z. B. demographische Entwicklungen, Migration, kulturelle Innovationen oder Umweltbedingungen, globale Muster der kulturellen Vielfalt geprägt haben.

 
D-PLACE hilft vier Barrieren zu überwinden, die im allgemeinen verhindern, dass wir diese prägenden Kräfte verstehen: 1) Die breite Streuung der Orte, an denen die relevanten kulturellen Daten gespeichert sind, (ii) die Verwendung unterschiedlicher Bezeichnungen für die kulturellen Gruppen, die eine Verknüpfung von Daten aus verschiedenen Quellen erschweren, (iii) unterschiedliche zeitliche und räumliche Schwerpunkte der Datensätze, sowie (iv) räumliche und historische Beziehungen zwischen kulturellen Gruppen, die zur Folge haben, dass die Analyseeinheiten nicht unabhängig voneinander sind.

Sound Comparisons(„Laut-Vergleiche“): Die phonetische Vielfalt von Sprachfamilien aus aller Welt
Dr Paul Heggarty

Sound Comparisons ist eine Online-Plattform zur Erkundung der phonetischen Vielfalt von Sprachfamilien aus der ganzen Welt. Sie umfasst bereits Hunderte von Sprachen, Dialekten und Varietäten der romanischen , germaniscen , slavischen and keltischen Sprachfamilien Europas, der südamerikanischen Sprachfamilien Quechua , Aymara and Mapudungun der austronesischen Sprachen der Malakula-Insel auf Vanuatu sowie Varietäten des Englischen. Um die Aussprache von 100 bis 250 miteinander verwandten Wörtern einer Sprachfamilie hören zu können, genügt es den Mauszeiger über die entsprechende Stelle einer Kartenansicht oder einer Tabelle zu ziehen. Diese Wörter haben wir im Rahmen von Feldstudien aufgenommen.

 
Sound Comparisons dient als Datengrundlage für die Erforschung der Frage, wie die lautliche Divergenz innerhalb dieser Sprachfamilie im Laufe ihrer Geschichte entstanden ist (siehe Heggarty et al. 2010).  Die Webseite www.soundcomparisons.com bietet Spezialisten leistungsstarke Tools an, mit denen die Daten durchsucht, gefiltert und sortiert werden können. Es ist u.a. möglich detaillierte Lautschriften und Klangbilder herunterzuladen und zitierbare Links zu erstellen. Auf der anderen Seite ist Sound Comparisons mehrsprachig und benutzerfreundlich, damit die Seite auch von Laien benutzt werden kann, die diese Sprachen sprechen, von denen etliche bedroht sind.

Sound Comparisons


Religion stellt für Evolutionstheoretiker eine große Herausforderung dar, denn sie ist sowohl mit hohen Kosten verbunden als auch weitverbreitet. Kosten, auf der einen Seite, beinhalten beispielsweise die reproduktiven Kosten abstinenter Nonnen, die Kosten für rituelle Opfergaben und die Opportunitätskosten für die Zeit, welche zum Beten genutzt wurde. Obwohl Forscher bereits seit Tausenden von Jahren über naturalistische Religionstheorien diskutiert haben, werden diese Theorien erst seit kurzer Zeit empirisch überprüft. Unsere Forschungsgruppe zur kulturellen Evolution von Religion konzentriert sich auf die Anwendung rigoroser quantitativer, interkultureller Methoden, um zu untersuchen, wie und warum Religion entstanden ist.

 

Maintaining diversity: demography, culture and economic life in Vanuatu
Dr. Heidi Colleran

Vanuatu ist zu Recht berühmt für seine kulturelle und sprachliche Vielfalt. Man weiß jedoch wenig darüber, wie Menschen diese Vielfalt bewahren, während sie über sprachliche und andere kulturelle Grenzen hinweg interagieren. Wie beeinflussen sich kulturelle, demografische und wirtschaftliche Strukturen gegenseitig in ihrer Entwicklung? Und wie wirken die sozialen und wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Individuen und unterschiedlichen Gruppen sich auf die Demographie und die Kultur ihrer jeweiligen Gruppe aus? Wie beeinflussen Entscheidungen zur Fortpflanzung in unterschiedlichen kulturellen Kontexten die Struktur und Dynamik dieser Populationen?

Dieses langfristige anthropologische und demographische Projekt wird Fragen erforschen, deren Beantwortung grundlegend für unser Verständnis dafür ist, wie sich Kulturen und Bevölkerungsgruppen entwickelt haben und wie Vielfalt entsteht, erhalten bleibt oder auch verloren geht.


Gene-culture coevolution
Dr. Adam Powell

Die Gruppe Genetisch-kulturelle Koevolution erforscht die Wechselwirkungen zwischen humangenetischer und kultureller Evolution. Dabei integriert sie Methoden und Daten aus Populationsgenetik, Anthropologie, Archäologie, historischer Linguistik und quantitativer Geschichtsforschung.  Genetisch-kulturelle Koevolution ist die umfassende Erforschung der menschlichen Entwicklungsgeschichte. Dafür greift sie auf die Erkenntnisse einer Reihe von Disziplinen zurück, um auf die einzigartigen Prozesse rückzuschließen, die der Verteilung heutiger und früherer genetischer Variation zugrunde liegen. Wir entwickeln Simulationen und statistische Inferenz-Methoden, einschließlich der Modellierung geographischer Gegebenheiten und historischer Lebensräume, um einen ganzheitlichen Rahmen für die Rückschlüsse auf die Bevölkerung zu schaffen.


TransNewGuinea.org
Simon Greenhill, Ph.D. (Univ. Auckland)

TransNewGuinea.org ist eine Datenbank der Trans-Neuguinea-Sprachfamilie und benachbarter Sprachgruppen. Die Sprachen der Trans-Neuguinea-Sprachfamilie werden gegenwärtig im größten Teil des Inneren von Neu-Guinea gesprochen. Mit rund 400 Sprachen ist diese Sprachfamilie wahrscheinlich die drittgrößte der Welt. Man nimmt an, dass sie vor rund 10 000 Jahren mit der Einführung von Wurzelfrüchten in die Landwirtschaft entstanden ist, allerdings ist bis heute verschwindend wenig über die Geschichte dieser Sprachfamilie bekannt.

Ziel dieses Projektes ist es, die Entwicklungsgeschichte der Trans-Neuguinea-Sprachfamilie zu erforschen. Hierzu werden wir Methoden der vergleichenden Linguistik mit neuen computerbasierten phylogenetischen Methoden kombinieren.


The Genetic Identity of the Bangande People  "The Secret Ones"
Dr. Hiba Babiker

Dieses Projekt erforscht die genetische Struktur und die Entwicklungsgeschichte des Bangande-Volkes, den Sprechern des Bangime. Bangime ist eine isolierte Sprache, die in sieben Dörfer innerhalb des Dogon-Sprach-Clusters gesprochen wird, im äußersten Nordwesten des Bandiagara-Felsmassivs  in Zentral-Ost-Mali. Obwohl von Dogon-Sprechern umgeben, haben nur elf Prozent der Bangime-Wörter Entsprechungen in den Wurzeln der Dogon-Sprachen. Ein so geringer Anteil verwandter Wörter zwischen zwei Sprachen kann mit Entlehnung erklärt werden. Ein weiterer Hinweis auf die Einzigartigkeit der Bangime-Sprache ergibt sich aus der Tatsache, dass ihre Grammatik sich sehr von den Dogon-Sprachen unterscheidet. Andererseits teilen Bangande und Dogon-Völker kulturelle Gewohnheiten wie Kleidung, Ausstattungsgegenstände und die Verwendung von Tellem-Wohnstätten zur Lagerung von Getreide und als Grabstätten.

  
Bangime scheint die einzige isolierte Sprache in Afrika zu sein, die nicht von einer traditionellen Jäger-Sammler-Bevölkerung gesprochen wird (Ackerbauern und Viehzüchter vergrößerten im Allgemeinen ihr Siedlungsgebiet, was zur Vermischung mit anderen Bevölkerungsgruppen und darüber zu miteinander verwandten Populationen und Sprachen führte; die Bevölkerungsgruppe der Bangande auf dem abgelegenen Dogon-Plateau tat dies jedoch nicht) Dadurch führt das Studium des Bangande-Volkes und seiner Sprache zu komplexeren und interessanteren Fragen. Die Ergebnisse dieses Projekts werden für die Rekonstruktion der demographischen Geschichte Afrikas und die Herkunft des modernen Menschen von großer Bedeutung sein. Es wird auch neue Einblicke zur Herkunft isolierter Sprachen ermöglichen und ein neues Nachdenken über das Klassifizierungssystem und die Sprachenvielfalt Afrikas auslösen.

Grammatik der Werkzeug-Fertigung
Dr. Natalie Uomini

Einer Theorie über die Koevolution von Sprache und Kultur – insbesondere der materiellen Kultur – zufolge teilen beide eine "Grammatik der Aktion". Menschen verfügen von allen Arten über die komplexesten Werkzeugkulturen und Sprachen. Es gibt aber auch andere Arten, deren Wergzeugkulturen ebenfalls das Potenzial für Aktionsgrammatiken aufweist. Dieses Projekt dokumentiert: 1) die grammatische Struktur des Umgangs mit Werkzeugen bei neukaledonischen Krähen und 2) die Kommunikation dieser Vögel. Das wird es uns erlauben 3) Vergleiche zu Aktionsgrammatiken und linguistischen Strukturen mit anderen Arten zu ziehen, die ebenfalls Werkzeuge verwenden. Beispiele hierfür sind Schimpansen, Seeottern, und heutige Menschen sowie Menschen vergangener Zeitalter.


Genomic insights into Inca expansions and the diffusion of Quechua languages 
Dr. Chiara Barbieri, Dr Paul Heggarty

Die Geschichte der Inkas ist eine der besten Fallstudien, um sowohl die Entwicklung und Ausbreitung komplexer Gesellschaften als auch die angenommenen Entsprechungen zwischen Expansionsprozessen einerseits sowie archäologischen und linguistischen Befunden andererseits zu untersuchen. Die Inkas waren die treibende Kraft hinter der letzten großen Expansionsphase der Quechua-Sprachen, aber geschah dies dadurch, dass Menschen umsiedelten oder durch kulturelle Assimilation – oder durch eine komplexe Mischung aus beidem? Und inwieweit hat der neuzeitliche Kontakt mit Europa die gegenwärtige Verteilung der Sprachen in dieser Region beeinflusst?

Das Projekt wird den Schwerpunkt auf die geografische Ausbreitung des Inka-Staates legen, indem es die Vielfalt der Regionen analysiert, in denen verschiedene Quechua-Varietäten gesprochen werden und die Beziehung zwischen Inka-Gesellschaften und Vor-Inka-Gesellschaften. Diese genetische Analyse, die explizit im Austausch mit dem archäologischen, historischen und linguistischen Kontext steht, wird sich mit anthropologischen Fragen befassen, die zentral für das Verständnis dieser kritischen Phase bei der Ausformung der Frühgeschichte der südamerikanischen Bevölkerung sind.


Hundestudien
Dr. Juliane Bräuer

Der Haushund (Canis familiaris) ist aus mehreren Gründen ein äußerst interessanter Modellorganismus, um ein breites Spektrum an Fragen zur Evolution kognitiver Fähigkeiten zu untersuchen. Schwerpunkt der ausschließlich nicht-invasiven Studien am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte ist die Erforschung der kooperativen, kommunikativen und meta-kognitiven Fähigkeiten von Hunden.

Weitere Informationen: doglab.shh.mpg.de
Kontakt: hundestudien@shh.mpg.de


 
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