Gruppenleiter/-innen

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Prof. Dr. Johannes Krause
Direktor
Telefon:+49 3641 686-620
E-Mail:krause@...

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Dr. Christina Warinner
W2 Forschungsgruppenleiterin
Telefon:+49 3641 686-620

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Dr. Kirsten Bos
Gruppenleiterin Molekulare Paläopathologie
Telefon:+49 3641 686-678
E-Mail:bos@...

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Dr. Wolfgang Haak
Gruppenleiter Molekulare Anthropologie
Telefon:+49 3641 686-642
E-Mail:haak@...

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Dr. Alexander Herbig
Gruppenleiter Pathogenom-Bioinformatik
Telefon:+49 3641 686-628
E-Mail:herbig@...

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Dr. Adam Powell
Gruppenleiter Genetisch-kulturelle Koevolution
Telefon:+49 3641 686-824
E-Mail:powell@...

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Dr. Stephan Schiffels
Gruppenleiter Populationsgenetik
Telefon:+49 3641 686-636

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Gruppen

Mikrobiom-Forschung
Dr. Christina Warinner, Ph.D.

Der menschliche Körper umfasst Billionen von Zellen, von denen mehr als die Hälfte mikrobiell sind. Bis heute wissen wir erstaunlich wenig über den Ursprung und die Entwicklung dieser wenig erforschten, meist namenlosen Mikroorganismen, die in ihrer Gesamtheit als menschliches Mikrobiom bezeichnet werden.

 

Die Gruppe Mikrobiom-Forschung untersucht die Ökologie, die Vielfalt und die Evolution von menschlich assoziierten Mikroorganismen, indem sie Untersuchungen von archäologischen und zeitgenössischen Proben kombiniert. Dabei verwendet sie Methoden aus Genomik, Proteomik und Metabolomik. Forschungsschwerpunkte sind die Evolution des menschlichen oralen Mikrobioms, die jüngsten ökologischen Veränderungen im menschlichen Darmmikrobiom sowie die Entdeckung und Charakterisierung von Mikroben in traditionell fermentierten Lebensmitteln.



Molekulare Paläopathologie
Dr. Kirsten Bos

Verbesserte Techniken zur Gewinnung alter DNA machen es möglich, ausreichend viel DNA aus erhaltenen Fundstücken zu sequenzieren, um die Genome antiker Pathogene zu rekonstruieren.

 

Auf dieser Grundlage erforscht die Gruppe Molekulare Paläopathologie historische Fragen bezüglich der sich veränderten Landschaft von Infektionskrankheiten über die Zeit, die Koevolution zwischen Wirt und Pathogen und die biologischen Konsequenzen des Kontakts zwischen Europa und der „Neuen Welt“. Gegenwärtige Schwerpunkte unserer Arbeit sind die Erforschung historischer Pestepedimien bzw. deren Auslöser und die Geschichte der Tuberkulose.


Molekulare Anthropologie
Dr. Wolfgang Haak

Die Gruppe Molekulare Anthropologie arbeitet an der Schnittstelle von Humangenetik, Medizin, Archäologie, Anthropologie und Linguistik.

 

Unser Ziel ist es, die genetischen Daten früherer menschlicher Populationen – insbesondere vor dem Hintergrund der Daten benachbarter wissenschaftlicher Disziplinen- zu analysieren und einzuordnen, um ein detailliertes und umfassendes Bild der Geschichte des Menschen über die letzten 20 000 Jahre zu schaffen. Unser Themenspektrum reicht von der globalen Feststellung von Ähnlichkeiten zwischen unterschiedlichen Populationen über die Analyse von Wanderungsbewegungen und früheren Populationsdynamiken bis hin zu den Beziehungen innerhalb einzelner Bevölkerungsgruppen und schließt auch die Interaktion mit sowie die Reaktion auf sich verändernde Umweltbedingungen, z. B. hinsichtlich Klima, Ernährung oder Krankheiten, mit ein.


Pathogenom-Bioinformatik
Dr. Alexander Herbig

Der Schwerpunkt unserer Forschung liegt auf der Entwicklung und Anwendung computerbasierter Rechenverfahren zur Rekonstruktion der Genome historischer Pathogene.

 

Diese Rekonstruktion bildet die Basis für die entwicklungsgeschichtliche Erforschung dieser bakteriellen Krankheitserreger. Unsere Arbeit beinhaltet auch phylogenetische Analysen, um die Herkunft der Pathogene zu klären und Varianten zu identifizieren, die für unterschiedliche Erscheinungsbilder der Krankheit, z. B. hinsichtlich des Ansteckungspotenzials, verantwortlich sind. Wir arbeiten hierzu mit unterschiedlichen menschlichen menschlichen Krankheitserregern, wie Yersinia pestis, Mycobacterium leprae oder Mycobacterium tuberculosis, um Erkenntnisse zur Entwicklung der
Pathogenizität und der Anpassung des Bakteriums an den Wirt zu gewinnen. Zudem ist das Studium der Koevolution von Menschen und Bakterien von
besonderem Interesse, vor allem im Hinblick auf Mikroben die sich über Jahrtausende zusammen mit ihrem menschlichen Wirt entwickelt haben, wie
z.B. das Magenbakterium Helicobacter pylori.


Genetisch-Kulturelle Koevolution
Dr. Adam Powell

Die Gruppe Genetisch-kulturelle Koevolution erforscht die Wechselwirkungen zwischen humangenetischer und kultureller Evolution. Dabei integriert sie Methoden und Daten aus Populationsgenetik, Anthropologie, Archäologie, historischer Linguistik und quantitativer Geschichtsforschung.

 

Genetisch-kulturelle Koevolution ist die umfassende Erforschung der menschlichen Entwicklungsgeschichte. Dafür greift sie auf die Erkenntnisse einer Reihe von Disziplinen zurück, um auf die einzigartigen Prozesse rückzuschließen, die der Verteilung heutiger und früherer genetischer Variation zugrunde liegen. Wir entwickeln Simulationen und statistische Inferenz-Methoden, einschließlich der Modellierung geographischer Gegebenheiten und historischer Lebensräume, um einen ganzheitlichen Rahmen für die Rückschlüsse auf die Bevölkerung zu schaffen.


Populationsgenetik
Dr. Stephan Schiffels

In unserer Forschungsgruppe analysieren wir genetische Daten von historischen und modernen Populationen, mit dem Ziel, Menschheitsgeschichte zu verstehen.

 

Das beinhaltet die Untersuchung von demographischen Veränderungen innerhalb der letzten 200,000 Jahre, der weltweiten Diversifikation des Menschen nach der Out-of-Africa Migration innerhalb der vergangenen 50,000 Jahre, sowie von deutlich jüngeren geschichtlichen Ereignissen, wie etwa der angelsächsischen Einwanderung nach England im fünften Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung von mathematischen Modellen und neuen Methoden, um aus genetischen Daten Rückschlüsse besonders auf die jüngere Menschheitsgeschichte zu ziehen.


 
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